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Und wieder einige Keyword-Domains geschnappt
Der Beitrag wurde am 18. Dezember 2005 von Oliver veröffentlichtIch habe kürzlich beschrieben, wie einfach es doch manchmal bei Sedo & Co. laufen kann. Doch auch der klassische Weg per E-Mail oder Post kann zum Erfolg führen. Kurz zur Vorgeschichte: Durch die momentanen Bestimmungen beim Thema Jugendschutz, werden immer mehr .de Domain aus dem Erotikbereich wieder frei oder sind einfach nicht mehr genutzt. Das betrifft meistens Domains, auf denen der User FSK-18 Content erwartet. Die kommerzielle Nutzbarkeit liegt momentan bei fast 0, möchte man nicht gerade mit Face-to-Face AV-Systemen wie z.B. X-Check arbeiten. Doch gerade in den Nischen gibt es viele Themen, die gar keinen FSK-18 Content benötigen und trotzdem sehr „fruchtbar” sind. 90% dieser Nischen werden auf dem deutschen Markt gar nicht bedient. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Es ist kein AVS nötig und man behandelt nur eine Nische, auf die man sich mit voller Power konzentrieren kann. Ein Nachteil: Es ist entsprechendes Vorwissen die Nische betreffend nötig und auch die Beschaffung von Content ist nicht einfach. Selbst produzieren oder eben produzieren lassen, lautet die Devise.
Jedenfalls habe ich mir vor ca. 2 Jahren eine Nische rausgesucht, auf die ich mich “spezialisiert” habe. Sie umfasst 6 Unterthemen, die jeweils eine eigene Bezeichnung haben und mit weit über 5 Mio. Ergebnissen in Google sowie eigenen Kategorien im DMOZ vertreten sind. Die Domains waren natürlich alle besetzt, jedoch nur 2 davon wurden tatsächlich genutzt. Auf den anderen waren die üblichen Bannerfarmen und 404er zu bewundern. Wie kommt man jetzt an diese Domains, die weder ein Impressum haben oder wo keine E-Mail Adresse ausfindig zu machen ist? Nun, man bemüht die Whois-Datenbank der denic und schreibt dann fleißig freundliche Briefe inklusive einem Angebot an die Inhaber. Vorher sollte man jedoch ein kurzes Brainstorming machen und z.B. selbst den kommerziellen Wert bestimmen um ein realistisches Gebot abzugeben (z.B. mit dem Overture Keyword-Tool).
Bei mir ergaben die Tests für 4 URL’s, bzw. deren Keywords, zwischen 4.000-5.500 Suchanfragen pro Monat. Ich gab unter Berücksichtigung der tatsächlichen kommerziellen Nutzbarkeit der URL Gebote zwischen 800 Euro und 1.400 Euro ab (also im unteren Bereich des tatsächlichen Potentials). Dazu der Vermerk „VB” und eine Erklärung, wie sich der Preis in meinen Augen zusammensetzt. Schon nach einer Woche trudelten 2 Kaufverträge bei mir ein, ohne jegliche Nachverhandlung der Gebote. An einem Fall bin ich noch dran und der andere hat bereits per E-Mail zugesagt. Fazit: Ich kann nur empfehlen auch nicht öffentlich zum Verkauf stehende Domains zum Kauf in Betracht zu ziehen, vorab ein realistisches Angebot zusammen zu stellen und den Weg per Post oder E-Mail zu gehen. Es lohnt sich und es sind noch viele Schnäppchen zu machen!
Soziales: del.icio.us | Mister Wong | yigg.de | digg.com
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