2275 – FBI überprüft Produzenten und Webmaster

Der Beitrag wurde am 31. Juli 2006 von Oliver veröffentlicht

Die 18 U.S.C. §2257 hat im vergangenen Jahr allen in den USA lebenden Webmastern und Produzenten Kopfschmerzen bereitet. Für die, denen das noch nichts sagt: In den USA muss sich jeder Produzent von Adult-Content dazu verpflichten, für jedes einzelne Bild oder Video, welches nach dem 1. November 1990 geschossen / gedreht wurde, die entsprechenden Dokumente (Name, Adresse, Foto, Perso, etc.) aufzubewahren und zu den entsprechenden Bilderserien zuordenbar zu machen. Gleiches trifft auf die Webmaster zu, die als “Secondary Producer” angesehen werden und die unter Umständen gar keinen Zugriff auf die Originaldokumente der Produzenten haben oder nur Partnerprogramme bewerben, in dessen Rahmen auch so genannter Free-Content zur Verfügung gestellt wird. Alle Dokumente müssen zu jeder Zeit für das FBI überprüfbar sein. Bei Unstimmigkeiten drohen Strafen mit bis zu 5 Jahren Gefängnis.

Natürlich ist die ganze 18 U.S.C. §2257 durchaus sinnvoll, jedoch hat sie auch ihre negativen Seiten: Bildersets und Videos, für die keine Dokumente vom Produzenten mitgeliefert wurden und die schon etwas älter sind, sind automatisch unbrauchbar geworden, weil nicht mehr legal. Auch für die Models gibt es Risiken: Jedes Dokument muss den richtigen Namen und die Anschrift des Models enthalten. Da diese Daten ja im Rahmen der Dokumente an den Webmaster / Secondary Producer weitergegeben werden, besteht hier ein Risiko für das Leib und Leben des Models, sollten die Daten an “den Falschen” geraten. Laut Branchenmagazin Xbiz, hat das FBI nun vor 2 Wochen nach einer “Schonfrist” damit begonnen, die ersten Produzenten und auch Webmaster zu überprüfen. Wie das aussieht, beschreibt z.B. der Fall von Sebastian Sloane Productions, der in der vergangenen Woche von einer unangekündigten Hausdurchsuchung betroffen war:

“They arrived in a big black SUV with government license plates, got out of the car and knocked at the door,” Ruch said. “Once I opened the door, they moved forward inside and said, ‘We’ll do the search ourselves.’” Agents searched his home office, as well as other parts of his home including closets and kitchen cupboards and a basement, for nearly four and one-half hours. Ruch said that they even looked through his video camera viewfinder in their search for images of underage models. “They took photos of all of the model releases and also imputed data into a small electronic device,” said Ruch, who noted that he has had 136 models working for his company in its 1-year existence.

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