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Wikipedia und die Behandlung durch Google
Der Beitrag wurde am 11. August 2006 von Oliver veröffentlichtWie man ja weiß, wird Wikipedia von Google in den SERPs stark bevorteilt. Das mag zum Teil an den Backlinks liegen, die Wikipedia ja unbestritten zu Hauf bekommt, aber auch Google tut sein nötiges dazu, damit Wikipedia so gut wie immer unter den Top10 zu finden ist. Das ist aber leider auch dann der Fall, wenn Wikipedia nur Schrott oder sogar nur Weiterleitungen auf für das gesuchte Keyword völlig irrelevante Inhalte liefert. Schön für Wikipedia, dumm für Webmaster. Auf WebmasterWorld läuft dazu auch gerade eine Diskussion “Wikipedia Taking Over Google SERPs“. Ich möchte dazu auch gar keine Grundsatzdiskussion beginnen, ob Wikipedia nun sinnvoll ist oder nicht und ob die Artikel immer 100%ig stimmen oder nicht. Ich sage es klar raus: Ich mag Wikipedia nicht. Trotzdem denke ich, das Wikipedia auf vielen Themengebieten hilfreiche Informationen liefert. Leider auch auf vielen nicht.
Auf einem meiner Themengebiete kämpfe ich seit über einem Jahr mit Wikipedia DE und EN. Es handelt sich um eine Nische. Das Haupt-Keyword hat 5.200.000 Ergebnisse. Platz 1 ist ein Wikipedia Artikel auf englisch, der wenig hilfreich ist und 3 Sätze an Informationen enthält. Platz 2 ist eine Weiterleitung auf ein (für den Autor des Artikels?) themennahes Gebiet. Hat aber im Grunde so wirklich gar nichts mit dem gesuchten Keyword zu tun. Zum Vergleich: man stelle sich vor, man sucht nach Auto und wird auf Waldweg weitergeleitet. Da kann man zwar mit dem Auto drüberfahren, im Grunde hat es aber wenig damit zu tun. Das Keyword kommt darin auch nicht vor und von außen wird der Artikel auch nicht verlinkt. Platz 3 bin schließlich ich mit meiner Site. Trotz DMOZ, reichlich organischen Backlinks, eine fülle an Informationen und ständiger Aktualisierungen ist es unmöglich an Wikipedia vorbeizuziehen. Search Engine Roundtable stellt aber auch die interessante Frage, ob das nur für den Webmaster schlimm ist oder auch für den User. Ich denke den User interessiert es herzlich wenig. Der kommt schon an seine gewünschten Informationen. Trotzdem finde ich es wenig sinnvoll, wenn irgendwann die Top10 zu nahezu jedem Suchbegriff nur noch aus den bekannten Authoritys Wikipedia, eBay und amazon bestehen. Eine weitere, die mir immer wieder in den SERPs über den Weg läuft, ist 43 Things. Mal schauen wie das sich entwickelt.
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1 Kommentar »
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Kommentar von Michael Schöffler vom 13.8.2006
Das mit den eBay, Amazon etc. unter den Top10 ist ja schon heute oftmals der Fall. Sowohl als Webmaster als auch als Benutzer von Google finde das sehr nervig. Wer weiß ob sich Wikipedia nicht irgendwann ähnlich dmoz entwickelt und nur noch SEOs ihr Unwesen dort treiben.
Ich hoffe da auf eine rasche Weiterentwicklung des “semantic web”.