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Der Trend zur privaten Insolvenz
Der Beitrag wurde am 7. September 2006 von Oliver veröffentlichtIch habe hier mittlerweile einen kompletten Ordner voll mit titulierten Forderungen gegen Kunden aus unserem Shop Lovehome.de. Pro Monat kommen da so zwei bis drei neue Titel hinzu. Das ist ja schon traurig. In den letzten vier Wochen trudelten hier aber noch zusätzlich fünf Schreiben von Anwälten ein, die uns über die Eröffnung des privaten Insolvenzverfahrens der Schuldner unterrichteten. Noch mehr Schreibkram. Für jede Forderung muss nun eine detaillierte Aufstellung samt Kopien und Beweisen an die jeweiligen Gerichte geschickt werden. Wahrscheinlich wird man eh keinen Cent sehen und es werden noch mehr Kosten produziert. Eine Forderung i.H.v. 70 Euro hat mich bislang schon 120 Euro und mehr (inklusive Rechtsanwalt, Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid, etc.) gekostet. Jetzt wahrscheinlich 150 Euro und mehr. Einerseits finde ich die Möglichkeit einer privaten Insolvenz ja durchaus gut für die Schuldner. So erhalten sie zumindest eine zweite Chance. Als Gläubiger ist es aber frustrierend. Persönlich finde ich schlimm, dass keiner der Schuldner älter als 25 ist.
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3 Kommentare »
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Kommentar von mark vom 7.9.2006
Liegt zum Teil sicher auch daran, dass sich die jungen Menschen kaputt sparen Jamba Spar Abo, Handy Flatrate, Neues Handy gratis usw. Durch die private Insolvenz ist die Sache nach sieben Jahren durchgestanden und es kann von vorne losgehen ;-)
Kommentar von Oliver Karthaus vom 7.9.2006
Das ist sicherlich richtig. Neulich habe ich im TV eine Reportage gesehen, wo manche Mädels gezeigt wurden, die 7 (!) Handys besitzen und Typen, die 5 oder 6 Handy haben. Für jede Lebenslage das passende Handy. Sehr krank.
Pingback von Rücklastschriften - Adult Webmaster Blog vom 20.9.2006
[...] Oliver Karthaus veröffentlicht Wenn ich etwas hasse, dann sind das Kunden, die permanent Rücklastschriften und somit einen Haufen an Kosten verursachen. Mir wird es wahrscheinlich ewig verschlossen bleiben,der Tasche haben. Ich spreche hier jetzt von unserem Shop, nicht von Abonnements, denn da sind die Rücklastschriften den Kunden ja quasi schon ins Blut übergegangen. In den letzten 6 Monaten haben dieRücklastschriften mit den Gründen: “Mangels Deckung” und “Konto erloschen” um 40 Prozent zugenommen. Wegen “Widerspruch” zieht keiner sein Geld zurück. Für mich ist das ganz einfach vorsätzlicher Betrug. Aber es ist ja klar, dass zum Beispiel im TV ausschließlich die arme betrogene Kundschaft gezeigt wird, wenn es um Einkaufen im Netz geht. Und es ist auch klar, dass die Gesetzgebung und die Richtlinien für Shops ausschließlich pro Verbraucher ausgelegt werden. Wer schützt denn eigentlich die Händler? Niemand. Die müssen sich teuer (Bonitätsauskünfte, Monitoring, etc.) selbst schützen und sehen im Ernstfall keinen Cent von ihrem Geld. Sowas nervt. Abgelegt in E-Commerce [...]