Die kriminelle Kundschaft

Der Beitrag wurde am 30. September 2006 von Oliver veröffentlicht

Heute hatten wir bei Lovehome mal wieder einen Fall, der so schön des Öfteren mal vorgekommen ist und einen vor dem Gedanken erschaudern lässt, wie viele Kriminelle sich im Internet rumtreiben. Der Fall: Ein Kunde hat über 2 Tage mehrere Bestellungen abgegeben. So weit nichts ungewöhnliches. Zur Bezahlung wählte er Lastschrift. Da sich in unseren automatisierten Checks keine Besonderheiten abzeichneten, ging die Bestellung auch ohne Probleme durch. Stutzig wurde ich erst, als ich bei der abendlichen Durchsicht der DTA-Liste des Tages die unterschiedlichen Bankverbindungen bemerkte. Die Kontoinhaber der Bankverbindungen, die dieser Kunde angegeben hatte, setzten sich ausschließlich aus bekannten Online-Shops zusammen. Darunter ein sehr bekannter Computerhändler sowie andere Shops. Eine kurze Recherche führte zu der Erkenntnis, dass es sich überall um Bankverbindungen handelt, die auf den Seiten der betroffenen Shops zu finden sind. Ganz schön kriminell, was? Bei der IP-Adresse wurde kein Proxy o.ä. verwendet, es handelt sich immer um den gleichen deutschen Provider. So ist die IP für eine Anzeige wg. versuchten Betrugs zu gebrauchen. Ich habe natürlich auch sofort die betroffenen Shops informiert. Es ist fast nicht zu glauben, wie viel kriminelles Potential heute in manchen Internet-Nutzern steckt. Ich würde mir wirklich wünschen, dass im TV nicht nur immer quotenbedingt über die “Abzocker” auf der Seite der Anbieter berichtet wird, sondern mal über die kriminelle Kundschaft. Das wird es aber nicht geben, ist ja schließlich die Realität und nicht quotenwirksam.

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