Beratungen: Bessere Bekämpfung von Online-Pornos

Der Beitrag wurde am 18. Oktober 2006 von Oliver veröffentlicht

Mir ist momentan noch unklar, ob die Überschrift der Artikels bei Heise (”Strafverfolger beraten über bessere Bekämpfung von Online-Pornos“) einfach nur so reißerisch wie möglich sein sollte (Generalisierung: “Online-Pornos”) oder ob da tatsächlich etwas dran ist. Seit Mittwoch beraten sich nämlich Chefermittler aus ganz Deutschland in Naumburg zum Thema “Bekämpfung von Kinderpornografie und Gewaltverherrlichung im Internet und per Handy”. Das wiederum ist natürlich sehr zu begrüßen, schaut man sich nur mal die aktuellen Fälle an (”Kinderpornos auf dem Rechner des Präsidenten des Kasseler Verwaltungsgerichtes“) oder (”Ermittlungen gegen 630 Polizisten“). Was mich dann wieder ungläubig macht, ist folgende Passage: “Zu den Themen gehören laut der Generalstaatsanwaltschaft unter anderem der Kampf gegen “bandenmäßiges Verbreiten von Pornografie im Internet”, gegen “Verbreitung pornografischer Darbietungen durch Live-Darstellungen im Internet”, die Einschätzung der “strafrechtlichen Haftung des Administrators einer Webseite” …” Oh je, da mag ich schon gar kein Kommentar mehr zu abgeben. Mich kotzt es einfach an, dass die Medien immer alles in einen Topf werfen. Auch da hat man noch nicht kapiert, dass die Erotikindustrie zu den stärksten Kämpfern gegen Kinderpornographie gehört (ASACP). Der Großteil der Firmen wurde ja schon ins Ausland vertrieben, täglich folgen weitere und irgendwann sind alle weg und das Problem ist für die deutschen Gutmenschen erledigt. Das “Deutsch.net” ist dann nur noch reine Formsache. Gott sei Dank hat Deutschland keine anderen Probleme wie Arbeitslosigkeit, Unterschichtenprobleme, tote Kinder in Kühlschränken, weil Ämter total versagt haben oder irgendwelche Minister, die lieber die Gehälter ihrer Geliebten erhöhen, anstatt gefälligst ihrer Arbeit nachzugehen, für die sie bezahlt werden. Deutschland ist pleite und am Ende und das größte Problem ist Erotik, natürlich. So, wieder abregen.

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