Adult Webmaster Blog
Blog von AWM-Resource - Themen wie SEO, Payment, Content, Programmierung, Jugendschutz und Marketing
Betrügerische Kunden die Nächste
Der Beitrag wurde am 3. November 2006 von Oliver veröffentlichtBei unserem Shop ist mittlerweile jede 4. bis 5. Bestellung von einem Kunden, der es nicht ganz so ehrlich meint. Das ist nichts ungewöhnliches in der heutigen Zeit. In 99 Prozent der Fälle ist man da durch die zahlreichen Schutzvorrichtungen (Bonitätsprüfung und andere Datenabgleiche) auf der sicheren Seite. In manchen Fällen sind die Kunden aber sowas von dreist, dass einem die Haare zu Berge stehen. In diesem Fall war es eine Kundin, die eine Bestellung über rund 90 Euro aufgab. Der Bonitätscheck verlief positiv und die Lastschrift ging auch durch. Das war am Mittwoch vor 2 Wochen. Die Kundin wandte sich im Vorfeld extra noch an den Kundenservice, weil die Bestellung für den Geburtstag ihres Mannes gedacht sei, der ja schon am Samstag wäre. Das Paket war rechtzeitig da, die Rücklastschrift (wegen Widerspruch) zwei Tage später. Im DHL-Tracking war zu sehen, dass das Paket der Kundin in der Postfiliale lagert und sie benachrichtigt wurde.
“Okay, die wird das zurückgehen lassen”, dachten wir. Pustekuchen. Trotz einer deutlichen Mahnung, auf die keine Reaktion folgte, holte das Paket eine Frau ab, die zwar den gleichen Nachnamen trägt, jedoch einen anderen Vornamen hat (der Vorname der Bestellerin klingt älter, der andere Name jünger, evtl. die Tochter?). Jetzt warteten wir ab, ob sie es evtl. zurückschickt oder ob sie sich auf die Mails meldet. Natürlich kam kein Paket und auch keine Rückmeldung. Die angegebene Rufnummer der Kundin lieferte ein: “Kein Anschluss unter dieser Nummer…”. Die IP war aber ganz brauchbar. Über Ripe fand sich der Inhaber der IP, ein Klinikverbund. Dort riefen wir nach einigen Tagen an (natürlich ohne die Dame zu belasten) und erkundigten uns, ob dort eine Frau XYZ arbeitet. “Ja, die arbeitet hier”, sagte man uns. Dort arbeitete allerdings die Dame, die auch das Paket abgeholt hat. Damit war der Fall klar. Die Bestellerin ist ausgemacht und sie hat auch die Ware angenommen. Klarer Fall von Betrug.
Meine Vermutung: Die Dame hat auf den Namen und mit dem Konto ihrer Mutter bestellt (selbst zu schlechte Bonität?) und ihr war bewusst, dass es relativ fix eine Rücklastschrift geben wird. Deshalb hat sie auch unter einem Vorwand eine schnellere Lieferung verlangt, damit die raus ist, bevor die Rücklastschrift bei uns ankommt. Die Mutter sah die Abbuchung auf dem Konto und veranlasste natürlich eine Rücklastschrift. Den Paketschein fing die Tochter ab, um sich einige Tage später das Paket zu holen. Nachher wird dann versucht zu bestreiten, dass man die Ware bestellt oder entgegengenommen hätte. Gestern haben wir dann natürlich Anzeige wegen Warenkreditbetrugs erstattet, wie wir das in jedem Fall machen. Inkasso bis hin zum Vollstreckungsbescheid bringt ganz einfach zu wenig, man muss solchen Menschen das Handwerk legen. Leider ist das absolut kein Einzelfall.
Soziales: del.icio.us | Mister Wong | yigg.de | digg.com
Verwandte Themen:
Noch keine Kommentare »
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI


