Linklift wieder rausgenommen

Der Beitrag wurde am 8. November 2006 von Oliver veröffentlicht

Wie andere Webmaster, bin auch ich vor einigen Wochen auf Linklift aufmerksam geworden und habe mich dazu entschieden, den Dienst mal anzutesten. Ich meldete dieses Blog als Publisher an und wartete zunächst auf die Bewertung von Linklift. Als die kam, war ich ein wenig platt. 5 Euro sollte ein Textlink auf diesem Blog pro Monat kosten (zum Vergleich: die Werbeflächen auf AWM-Resource gehen immer für 250-300 Euro pro Monat weg, seit Jahren und auch heute wieder, wo wir einen neuen Premium-Sponsor gewinnen konnten, der ein ganz interessantes Programm anzubieten hat. Dazu aber später mehr.) Mit 5 Euro war das Blog bei Linklift die billigste Werbefläche und dementsprechend kamen auch einige mehr oder weniger akzeptable Buchungen rein. 50 % des VK-Preises gehen ja auch noch an Linklift, das muss man auch bedenken, also bringt ein Textlink effektiv nur müde 2,50 Euro pro Monat.

Meiner Meinung nach ist die Bewertung der Links noch nicht so ganz ausgereift oder sie baut auf die falschen Kriterien auf. Das Hauptkriterium bei der Preisbewertung scheint jedenfalls zu 95 % der Pagerank zu sein. Warum man da nicht mehr den Traffic einfließen lässt - schließlich geht es ja den meisten Webmastern um Sales und Umsatz -, weiß ich auch nicht, der Pagerank ist doch eher zweitrangig (effektiv bring der ja auch nichts). Ich habe dann mal einen kleinen Vergleich gemacht: Das Blog hier hat einen Alexa-Rank von unter 100.000 und eine relativ gute und ganz natürlich wachsende Linkstruktur. Im DMOZ, etc. ist er ebenfalls seit langem gelistet. Ich habe willkürlich einige Blogs rausgesucht, deren URL eh schon im Klartext im Titel der Liste von Linklift steht (also nichts “aufgedeckt”, was nicht aufgedeckt werden will/soll) und dann verglichen. Resultat: Keines der verglichenen Blogs ist DMOZ gelistet, alt oder hat sonderlich viel Traffic. Wie kommt man nun dort auf den 4 bis 5 fachen oder noch höheren Preis? Wegen der Thematik? Wegen der Linkstruktur? Hmm … Ich möchte das Modell von Linklift nicht pauschal verurteilen und auch keinen Rant machen, weil der Linkpreis bei mir so grottig war, ich kann nur den Bewertungsprozess nicht ganz nachvollziehen und das nicht nur bei diesem Blog. Außerdem kann ich auch nicht so recht nachvollziehen, warum man sich heute immer noch so auf den Pagerank versteift. Vielleicht kapiere ich aber auch einfach irgendwas nicht dabei.

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11 Kommentare »

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  1. Gravatar of Michael

    Kommentar von Michael vom 8.11.2006

    Neben dem Pagerank ist auch die Position innerhalb der Website entscheidend für den Linkpreis.

  2. Gravatar of Oliver Karthaus

    Kommentar von Oliver Karthaus vom 8.11.2006

    Hallo Michael, gut, nur wie weiß man die (und kann die bewerten), wenn der Preis schon festgelegt wird, bevor man überhaupt den Code einbaut? Da beißt sich die Katze in den Schwanz ;)

  3. Gravatar of Gabriel

    Kommentar von Gabriel vom 8.11.2006

    Nix gegen die grundsätzliche Argumentation zu der sicher verbesserungsfähigen Preis-Ermittlung, aber vergleiche mal bitte “AWM-Resource” mit dem “Adult Webmaster Blog” in Alexa, wahlweise auch in zwei verschiedenen Tabs und dann umschalten. Genau. Dann relativiert sich auch wieder die Aussage “Das Blog hier hat einen Alexa-Rank von unter 100.000″. Alexa scheint sich für nicht mehr als die Second-Level-Domain zu interessieren (anders als Google in Bezug auf PR).

    Trotzdem denke ich dass 5 EUR (bzw. 2,5) lachhaft sind, das lohnt ja nicht mal den Verwaltungsaufwand…

  4. Gravatar of Oliver Karthaus

    Kommentar von Oliver Karthaus vom 8.11.2006

    Garbiel, der “Bug” von Alexa ist mir durchaus bekannt. Ich weiß allerdings um den Traffic der Sub- und der Hauptdomain, Alexa wohl auch (# blog.awm-resource.de - 81% # awm-resource.de - 19%), von daher relativiert sich das bereits relativierte erneut. Ich wollte hier aber keinesfalls auf den Daten und Positionen von Alexa rumreiten, ganz ehrlich gebe ich nicht viel auf Alexa, jedoch wird es bei Linklift zur Bewertung herangezogen (siehe Preisübersicht der einzelnen Blogs). Mir geht es nur um den Unterschied (und da gibt es einen deutlichen von 100k oder meinetwegen auf 150k zu 400k oder sogar 1 Mio.).

  5. Gravatar of Michael

    Kommentar von Michael vom 8.11.2006

    Auf den Alexa Rang in Deutschland würde ich nicht so bauen. Um schon mal vorab zu sehen wie viel die Links einbringen würden, kann man sich den Preis Kalkulator anschauen. Bei mir kam da zwischen 36 und 44 € raus, tatsächlich sind es nun 35€. Bin zufrieden ;)
    Aber 5€ wie bei dir ist schon hart. Muss wohl wirklich sehr stark vom PR anhängen, ich habe PR 5.
    Zum Glück gibt es ja noch andere Wege Geld reinzukriegen ;)
    Gruß Michael

  6. Gravatar of Markus

    Kommentar von Markus vom 9.11.2006

    Interessant. Bei mir ist es eher anders herum. Bei TLA liegt mein Textlink bei $20, bei linklift wurde der auf 54€ gesetzt. Vermutlich daher auch keine Buchungen…

  7. Gravatar of Oliver Karthaus

    Kommentar von Oliver Karthaus vom 9.11.2006

    @Markus, ja, bei TLA hatte ich auch relativ niedrige Preise ($30), jedoch höher als bei Linklift. Ich wollte die Beiden eh nur mal antesten, weil ja in letzter Zeit so viel Wirbel darum gemacht wird. Langfristig verdient man mit AdSense & Co oder “normalen” Sponsoren mehr.

  8. Gravatar of Wie man seine Leser schnell vergrault - Adult Webmaster Blog

    Pingback von Wie man seine Leser schnell vergrault - Adult Webmaster Blog vom 9.11.2006

    [...] Wie man seine Leser schnell vergrault Der Beitrag wurde am 9. November 2006 von Oliver Karthaus veröffentlicht Linkbucks.com (Beta) klingt zuerst so, als würde man dort mit Links Geld verdienen können. Kann man ja auch … irgendwie. Das boomende Modell kennt man ja bereits. Linkbucks ist allerdings anders, denn dort wird man nicht für fest installierte Links auf Monatsbasis und mit Revenue sharing bezahlt, sondern für Impressions. Bei Linkbucks muss man noch nicht einmal ein Banner oder einen Link einbauen. Ja, alles klar, wie soll das denn gehen? Beim Aufruf der Website manipuliert Linkbucks quasi jeden (oder auch nur definierte? Geht aus der Website nicht so richtig hervor) Link auf der Site und ersetzt ihn gegen einen, der beim Klick entweder ein Intermission-Ad oder aber einen Frame mit einem Banner an der Oberseite und dem eigentlichen Linkziel unten öffnet. Schneller kann man seine Besucher nicht vergraulen und ge-linkte Webmaster dazu bewegen, nie wieder auf einen zu linken. Ist ja auch ne’ linke Sache, das mit der Werbung. Das Gelinke wird von Linkbucks eher suboptimal vergütet: $1 für 3.500 Intermission-Ads und $1 für 5000 Banner-Impressions. Es gibt Dinge, die braucht die Welt einfach nicht. Abgelegt in Blogging | Tags: none [...]

  9. Gravatar of Chris

    Kommentar von Chris vom 10.11.2006

    Oliver,
    das mit den 5 EUR ist definitv ein Fehler von uns gewesen. Ich prüf Dir das mal händisch, und mail Dir dann das Ergebnis.

    Generell, wir möchten alle Webmaster dazu einladen, dass wenn man mit seinem Vermarktungspreis bei Linklift nicht zufrieden ist einfach eine Mail an support(at)linklift.de schickt - wir schauen uns das dann ganz genau an.

  10. Gravatar of Markus

    Kommentar von Markus vom 11.11.2006

    @Oliver: Je nach Webseite kann eine Vermarktung der Links mehr Planungssicherheit bei den Einnahmen bedeuten. Bei mir war es so, dass ich durch DAS sportliche Großereignis dieses Jahr kurzfristig wahnsinnige Adsense Einnahmen hatte, die aber direkt danach ( 13. Juli ) auf ca. 10% fielen. Währenddessen blieb die Linkvermarktung konstant, stieg sogar kontinuierlich. Mittlerweile plane ich fest mit den Linkeinnahmen und Adsense nehme ich als Zubrot. Aktuelle Verteilung: 50:50 ( bei mir )

  11. Gravatar of Linklift: Kommando zurück - Adult Webmaster Blog

    Pingback von Linklift: Kommando zurück - Adult Webmaster Blog vom 11.11.2006

    [...] Linklift: Kommando zurück Der Beitrag wurde am 11. November 2006 von Oliver Karthaus veröffentlicht Ich hatte mich vor einigen Tagen über meinen Unmut zum Thema Linklift ausgelassen. Ich hatte dort dieses Blog als Publisher eingestellt und bekam eine doch recht unterirdische Preisbewertung für einen Link, die ich so nicht erwartet hätte. Irgendwie erschien mir die ganze Bewertung auch nicht schlüssig, als ich einige Daten verglichen habe. Um es kurz und schmerzlos zu machen: der Chris von Linklift hat sich der Geschichte angenommen und mir eine sehr ausführliche Mail geschickt, in der er mir die Faktoren erklärt hat, die in den Bewertungsprozess einfließen. Ich erlaube mir mal den Kernpunkt der Mail zu nennen: “Bei meiner Neuberechnung kommt da ein Linkpreis von XX Euro raus. Die vorherigen 5 Euro waren falsch, wir hatten einen kleinen aber fiesen Bug bei der LinkPop von Subdomains drin.” Das finde ich große Klasse und das nicht, weil ein höherer Linkpreis dabei rausgesprungen ist, sondern weil man sich die Zeit genommen hat, die Geschichte so ausführlich zu prüfen und einen Bug einzuräumen. Chapeau und danke an Chris. Abgelegt in Blogging | Tags: none [...]

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