Chinesischer Soziologe fordert Gesetzesreform

Der Beitrag wurde am 30. November 2006 von Oliver veröffentlicht

Ich hatte vor einigen Tagen über Chen Hui, einen chinesischen Adult-Webmaster, geschrieben, der wegen dem Betrieb einer erotischen Website zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Im Augenblick entbrennt eine hitzige Diskussion in China, in der es um eine Reform der aktuellen Pornographiegesetze geht. Li Yinhe, ein prominenter chinesischer Soziologe, hat die Gesetze als veraltet bezeichnet und fügte noch hinzu, “China sei das einzige moderne Land, in dem es noch solche Gesetze gibt”. Hui betrieb 4 Websites, die insgesamt 600.000 zahlende Mitglieder hatten, welche monatlich $33 für den Zugang zahlten. Das Gesetzt verbietet es jedoch, Pornographie zu produzieren oder zu vertreiben. Yinhe fordert für Hui eine Geldstrafe in Höhe von $12,500 und die Aufhebung der lebenslangen Haftstrafe. Zwischen September und November wurden in China 598 Websites mit erotischem Material vom Netz und viele Adult Webmaster in Haft genommen. Bis zum 2. Dezember hat Chen Hui nun noch Zeit, Einspruch gegen das Urteil einzulegen. Leute aus dem näheren Umfeld von Hui berichten, dass er das Urteil anfechten wird. Ich drücke ihm die Daumen.

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