Gekaufte Links sind Evil

Der Beitrag wurde am 17. April 2007 von Oliver veröffentlicht

Prof. Dr. Spam. Cutts persönlich hat in seinem dunklen und geheimen Spam-Labor im Googleplex mal wieder eine ganz neue Idee zur Qualitätssicherung des Monopolisten-Index ausgebrütet. Diesmal soll es nicht dem fiesen Doorway- oder Subdomain-Spam an den Kragen gehen, nein, diesmal sind die Linkkäufer und Verkäufer an der Reihe. Eigens dafür sucht Matt Cutts einige fleißige Denunzianten, die gekaufte / verkaufte Links per Spamreport melden. Erstmal möchte er nur einige “Tests” mit diversen “Tools” machen. Na ja. Links sind grundsätzlich eine gute Sache, gekaufte Links sind jedoch Evil – wenn sie nicht per Nofollow oder anderen Verhüterli “unschädlich” gemacht sind. Es tut mir leid, wenn mir hier nötige die Neutralität fehlt, aber mir persönlich geht solch ein Eingriff ganz einfach ein bisschen zu weit. Wer auf der Suche nach weiteren Meinungen ist: Webmaster Blog, Sistrix, Internetmarketing News, usw.

Google hat ein Problem mit gekauften Links, dass sehe ich ein. Ich sehe allerdings nicht ein, dass ich verkaufte Links extra für Google kennzeichnen oder unschädlich machen muss. Da zieht auch nicht das Argument, dass gekaufte / verkaufte Links ja nur des Geldes wegen verkauft würden und dabei nicht auf die Qualität der gelinkten Seite gesehen wird. Das ist Quatsch. Wer Links an jeden Hinz und Kunz verkauft, der verkauft auch seine Mutter wenn der Preis stimmt. Ich verkaufe Links im Ero-Bereich zu 99 Prozent wegen des Traffics, nicht wegen des zweit- oder drittrangingen Pageranks. Warum muss ich also dabei extra Google einen Gefallen tun und ein Nofollow für diese Links verwenden? Ich linke prinzipiell (auch für Geld!) nur auf Sites, auf die ich auch ohne den Geldeinsatz linken würde. Ich stimme grundsätzlich aber zu, dass mindestens 60 bis 70 Prozent der Links wegen des Rankings gekauft werden. Ich fände es auch vertretbar, wenn Google den gekauften Links auf einer Website die No-Nofollowed sind, weniger oder keinen “Juice” zukommen lässt. Ich fände es aber keineswegs gut, wenn die verkaufende Website dafür generell im Ranking abgestraft würde.

Auf was läuft denn so ein Verbot / Diktat durch Google hinaus? Google macht Text-Link-Ads, Linklift & Co. kaputt (Verkäufer und Käufer hätten ja gleichermaßen Angst vor eventuellen Konsequenzen in den Serps) und den Seitenbetreibern eine Heidenangst und die müssen wieder nach einer Alternative zu den bisher verkauften Links suchen. Wie sieht die denn aus? Einige werden sicher wieder Deals machen und weiterhin Links verkaufen, nur dann nicht mehr über einen Broker, sondern durch den direkten Kontakt mit dem Käufer. Die anderen Webmaster werden wohl oder übel AdSense in die Arme laufen. Jeder Webmaster sollte die Freiheit haben selbst zu entscheiden was er tut und wie er es tut. Gegen echten Spam kämpfen (wie zum Beispiel gegen Millionen von AdSense-Farmen, Doorways und Subdomains) ist okay, ansonsten: Google, this is not your Business!

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3 Kommentare »

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  1. Gravatar of Peter

    Kommentar von Peter vom 18.10.2008

    Gekaufte Links sind prinzipiell unumgänglich – macht man es aber falsch kommt unter Umständen das böse Erwachen. Besonders wenn man nach PR giert. Google hat mir beim letzten Update eine alte Domain kastriert – zumindest rankt sich noch wie früher. Der gekaufte PR7 Link war wohl eindeutig zu viel des Guten. Der PR ist dahin, und damit auch der größte Teil der Linktausch und Linkvermietmöglichkeiten.

  2. Gravatar of Lea

    Kommentar von Lea vom 20.10.2009

    Also ich verstehe das alles nicht mehr. Ich setze auf meiner Seite ein paar Links und werde prompt von Google abgestraft. Vermutlich wegen “gekaufter Links”, ganz genau erfährt man das ja nie. Aber was ist eigentlich der Unterschied zu AdSense-Anzeigen von Google? Das sind doch auch gekaufte Links. Google darf das machen, wehe aber man kommt auf die Idee Textlinks zu setzen ohne AdSense zu benutzen.

    Ich bin auch der Meinung, dass Google hier eindeutig zu weit geht. Um meine Webseite zu refinanzieren muss ich Einnahmen generieren und das geht schon lange nicht mehr nur mit bunten Bannern, auf die eh keiner mehr klickt.

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