Jugendschutz: Kreuzzug im Namen des Jugendschutzes

Der Beitrag wurde am 25. Mai 2007 von Oliver veröffentlicht

Ich habe hier eine E-Mail von Herrn Wilhelm (Video Buster Dienstleistungsgesellschaft) erhalten, die ich einfach mal ohne große Umschweife in das Blog stellen werde. Es geht dabei – mal wieder – um das leidige Thema Jugendschutz und das sich jemand benachteiligt fühlt und deshalb allen, die nicht nach seinen Regeln spielen, per Gericht den Gar ausmachen lassen möchte. Den Fall haben wir im Business ja nicht das erste Mal. Ich erinnere mich da an einen belgischen Abmahner oder diverse andere Firmen, die es nicht ganz so gut mit ihren eigenen Webmastern meinten. Diese Mitteilung ist auch mal wieder ein klasse Beispiel dafür, dass es diese Branche nie wirklich zu etwas bringen kann. Statt gemeinsam für eine akzeptable Regelung in Deutschland zu kämpfen, mit der alle gut leben können und der Jugendschutz dabei nicht vernachlässigt wird, zerfleischt man sich lieber selbst. Besonders kurzsichtig finde ich dabei diese Aussage, die wohl der Hauptgrund für den Kreuzzug ist: “auf dem Panel der letzten emp-Tagung wurden diverse Gründe für den Umsatzverlust des DVD-Rental-Marktes diskutiert. Neben der Internetpiraterie wurde das zahlreiche Angebot von Erotikwebseiten im Internet ohne Einhaltung des Jugendschutzes genannt.” Denken wir doch mal ein kleines Stück in die Zukunft. Die Offline-Branche, die ja ihre Felle schwimmen sieht, löscht diese unlauteren Angebote per Gericht aus. Wunschdenken: Alle Kunden kaufen ab sofort nur noch per Face2Face bei deutschen Seiten und schauen gar nicht mehr über den großen Teich. Und das ist die Realität: Die Abwanderung zu komplett ausländischen Angeboten geht weiter. Das ist das Internet und nicht das Deutschnet. Ich will den rechtlichen Aspekt gar nicht unter den Tisch kehren, wobei der ja nur vorgeschoben ist (es geht allen doch nur um den Umsatz!), nur sieht die Realität anders aus. Fordern wir dann als nächstes die totale Sperrung ausländischer Angebote um überhaupt noch einen Kunden zu bekommen? Also, eure Kommentare und Meinungen dazu sind herzlich willkommen. Hier die Mail:

“Sehr geehrter Herr Karthaus,

auf dem Panel der letzten emp-Tagung wurden diverse Gründe für den Umsatzverlust des DVD-Rental-Marktes diskutiert. Neben der Internetpiraterie wurde das zahlreiche Angebot von Erotikwebseiten im Internet ohne Einhaltung des Jugendschutzes genannt. In der Regel werden diese Seiten aus Deutschland heraus betrieben und sind zu 100% auf den Kunden in Deutschland ausgerichtet. Zwecks Umgehung des Jugendschutzes werden die Betreiberfirmen im Ausland angesiedelt. Im Inland befinden sich lediglich Firmen für Support oder/und Administration.

Bislang wurde stets davon ausgegangen, dass diese Konstellation rechtlich nicht angreifbar ist und man die Angebote akzeptieren muss. Dies ist uns jedoch zu einfach. Insofern haben wir gemeinsam mit der uns betreuenden Sozietät Brinkmann.Weinkauf aus Hannover eine Strategie erarbeitet, wie man die vorgenannte Konstellation rechtlich angreifen kann. Unsere Tochtergesellschaft Kirchberg Logistik GmbH (Betreiberin von www.sexyfilms.de) hat beim Landgericht Hannover eine einstweilige Verfügung gegen die Cybermaxx GmbH und gegen deren Geschäftsführer erwirkt. Die Cybermaxx GmbH betreibt lediglich den Support und die Administration der Interseite www.privatamateure.com. Die eigentliche Betreiberfirma der vorgenannten Seite sitzt in der Schweiz. Dennoch hat das Gericht angenommen und es für bewiesen erklärt, dass die Cybermaxx GmbH die Seite betreibt und eine entsprechende Verfügung erlassen. Beeindruckend ist, dass sich die Cybermaxx GmbH und deren Geschäftführer sich hiergegen nicht gewährt haben sondern das Urteil durch Abschlusserklärung sogar rechtswirksam werden lassen haben.

Die vorgenannte Rechtsprechung ist ein Novum in diesem Bereich und bedeutet, dass Anbieter der vorgenannten Konstellationen sich nicht mehr sicher fühlen können. In Sachen www.privatamateure.com hat uns die Cybermaxx GmbH bereits mitgeteilt, dass umgehend ein entsprechendes Altersverifikationssystem eingeführt wird und künftig der Jugendschutz akzeptiert wird. Derzeit steht das Angebot noch ohne AVS im Netz.

Wie im Spielfilmsektor verlangt der Kunde auch im Erotikbereich nach neuen Vertriebswegen, wie beispielsweise VoD. Die Angebote, die den Jugendschutz respektieren, wie www.sexyfilms.de sind im Wettbewerb jedoch deutlich benachteiligt und können sich daher nicht optimal am Markt entwickeln. Aus den Erfahrungen aus dem Rechtstreit in Sachen www.privatamateure.com werden wir nunmehr eine Strategie ableiten, wie „illegale“ Angebote zur Einhaltung des Jugendschutzes gezwungen werden können. Genau wie im Bereich der Internetpiraterie geht es darum, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern zu überlegen, wie man die Probleme angehen kann.

Anliegend erhalten Sie die von unseren Rechtsanwälten angefertigte Pressemitteilung sowie das rechtskräftige Urteil des Landgerichtes Hannover. Herzliche Grüße aus Seesen”

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18 Kommentare »

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  1. Gravatar of Uwe

    Kommentar von Uwe vom 25.5.2007

    Wohin Kreuzzüge führen und welche Auswirkungen sie haben, hat die Geschichte ja gezeigt…

  2. Gravatar of Maurice

    Kommentar von Maurice vom 25.5.2007

    Jup, bezweifle ebenfalls, dass das positive Auswirkungen auf F2F – Angebote hat.
    Erklärt allerdings den Cybermaxx “wir-sind-jetzt-in-der-schweiz” Newsletter anfang dieser Woche.

    Huch sollte sich mit denen mal in Kontakt setzen
    und den Verein über Entwicklungen informieren, die dieser scheinbar verpasst hat.

  3. Gravatar of Oliver Karthaus

    Kommentar von Oliver Karthaus vom 25.5.2007

    @Uwe: richtig!

    Hier möchte sich ein Anbieter neu positionieren und hat wohl dabei gemerkt, dass das gar nicht so einfach ist. Ob ein Angriff auf die Branche eine so gute Idee ist, ein Produkt zu positionieren, bezweifel ich sehr sehr stark. Ich habe in den letzten 10 Jahren viele gesehen, die ähnliches versucht haben. Da gibt es sehr viele Beispiele, bei denen das ordentlich nach hinten losging. Langfristig wird man sich nur selbst damit schaden und viel Kapital verbrennen, welches man am besten dazu eingesetzt hätte, sein eigenes Angebot zu verbessern damit es die gewünschten Umsätze erzielt. Das Urteil wird natürlich jetzt zunächst als Mittel zur Verunsicherung eingesetzt werden, es wurde ja auch an diverse Foren geschickt. Na ja, man wird merken, dass auch Druckmittel und Gerichtsentscheidungen nichts ändern werden. Mal ehrlich: Wenn es einen betreffen würde und die Firma vor Gericht Erfolg hätte, dann wäre man halt in der kommenden Woche komplett in Spanien in einem schönen neuen Büro und würde von dort aus arbeiten. Legal. Für Deutsche. Und so machen das auch andere Firmen. Da guckt dann aber jemand in die Röhre..

  4. Gravatar of rowi

    Kommentar von rowi vom 25.5.2007

    Moment mal, er schreibt etwas von einer einstweiligen Verfügung, das ist KEIN Urteil. Zum Sachverhalt bezieht das Gericht dabei gar keine Stellung, schon gar nicht wird jemand verurteilt.
    Was genau hat er denn da mitgeschickt, ist da wirklich ein Urteil eines Zivil- oder Strafverfahrens dran oder nur die Unterlassungserklärung? Wie ist denn das Aktenzeichen?

    Von der eigentlichen Sache her gebe ich dir Recht, man sollte sich zusammensetzen und eine realistische Lösung finden. Den Branchenvertretern muss dabei klar sein dass es ohne AVS nicht geht, den Jugenschutzvertretern auf der anderen Seite allerdings auch, dass es im Internet keine Grenzen gibt und eine Lösung ala Postident nichts verbessert sondern nur dazu führt dass die Angebote im Ausland angesiedelt werden.

  5. Gravatar of double.u

    Kommentar von double.u vom 25.5.2007

    … womit wir doch wieder beim eigentlichen Thema wären. Das Gleichgewicht zwischen der Pflicht des Website-Betreibers und der der Eltern stimmt schon lange nicht mehr. Die Verantwortung die / ihre Kinder in allen Lebenslagen zu schützen wird den Eltern bedingt durch’s dt. Recht weiter abgenommen und den Betreiber die ihren Teil zum Jugendschutz beitragen möchten als zusätzliche Last auferlegt. Dass im Internet auch in Zukunft, egal wo welche Gesetze ausgesprochen werden jugendgefährdende Inhalte nur ein paar Klicks entfernt sind sollte (hoffentlich) inzwischen jedem klar sein, eigentlich ja auch den Jugendschützern. Bedingt durch diese Umstände sehe ich die Verwantwortung die Jugend weitesgehend zu schützen, und das hat auch Oliver Karthaus in einem früheren Artikel schon beschrieben, viel mehr bei den Eltern, näher noch bei den Jugendschutzorganisationen jene Eltern die nichts von den Möglichkeiten im Internet wissen aufzuklären. Den meisten Eltern mache ich bis dato keinen Vorwurf, denn wie soll man sein Kind vor etwas schützen von dem man nicht weiß dass es existiert. Versteht mich bitte nicht falsch, ich will die Verwantwortung nicht abschieben, lediglich das Gleichgewicht wieder herstellen. Ein einfaches AVS muss sein, soviel Verwantwortung sollte sich auch jeder (“ausländische”) Betreiber eingestehen.

  6. Gravatar of Herb

    Kommentar von Herb vom 25.5.2007

    Hat überhaupt schon jemand Rücksprache mit der Kirchberg Logistik GmbH geführt?? Wieso werden hier wahllos AWMs angeschrieben und andere nicht. Könnte doch auch ein Joe Job sein?

  7. Gravatar of Der perfekte Jugendschutz für alle – Adult Webmaster Blog

    Pingback von Der perfekte Jugendschutz für alle - Adult Webmaster Blog vom 26.5.2007

    […] Der perfekte Jugendschutz für alle Der Beitrag wurde am 26. Mai 2007 von Oliver Karthaus veröffentlicht Noch einmal das Thema Jugendschutz. Ich habe gestern noch einige E-Mails, die sich auf diesen Beitrag bezogen, erhalten. Darin ging es hauptsächlich darum, dass wir Anbieter am liebsten die Verantwortung ganz von uns abschütteln würden und das auch zum Teil durch Auswanderung tun. Das sehe ich natürlich anders. Wie sieht heute die Realität aus und was ist “Face 2 Face” überhaupt? Ich versuche es mal ganz einfach zu erklären. Der Gesetzgeber verlangt, dass der Anbieter durch “technische Maßnahmen sicherstellen muss, dass es nur einer geschlossenen Benutzergruppe möglich ist, auf jugendgefährdende Inhalte zuzugreifen”. Da steht also erstmal nichts von “Face 2 Face”. Diese Forderung kommt von der KJM. Die setzt voraus, dass man als Online-Anbieter seine User mit der gleichen Sorgfalt kontrolliert, wie es auch z.B. in einer Offline-Videothek der Fall wäre. Der Anbieter muss den Kunden also persönlich auf seine Volljährigkeit kontrollieren und danach bei jeder Nutzung durch weitere technische Maßnahmen sicherstellen, dass es sich auch immer um den geprüften Nutzer handelt, der da auf das Angebot zugreift. In der Praxis sieht das dann so aus, dass sich ein Kunde registriert und dann zunächst einige Tage warten muss, bis der Postbote zu ihm kommt. Mit dem wird dann ein Post-Ident durchgeführt (Kunde muss sich vor dem Postboten ausweisen, etc.). Dieses Post-Ident geht dann an den Anbieter zurück. Der Kunde ist damit verifiziert. Jetzt schickt man dem Kunden eine TAN-Liste, Username und Passwort als persönliches Einschreiben. Die Zugangsdaten muss er zukünftig bei jedem Nutzungsvorgang nutzen. Der Prozess ist also so wie beim Online-Banking. Impulskäufe sind damit so gut wie ausgeschlossen. Es gibt zwar mittlerweile auch andere Möglichkeiten (wie z.B. der Qbit der Schufa Holding, etc.), jedoch ist ein sofortiger Zugang wie damals nicht mehr möglich. Damals war der Persocheck mit zusätzlichen Merkmalen (Amtskennzahl, Postleitzahl und / oder Kontobewegung)akzeptiert, was ja heute nicht mehr der Fall ist. […]

  8. Gravatar of Dieses Blog ist jugendgefährdend: Wieder Post von JS.net – Adult Webmaster Blog

    Pingback von Dieses Blog ist jugendgefährdend: Wieder Post von JS.net - Adult Webmaster Blog vom 6.6.2007

    […] Dieses Blog ist jugendgefährdend: Wieder Post von JS.net Der Beitrag wurde am 6. Juni 2007 von Oliver Karthaus veröffentlicht Heute war es mal wieder soweit: Post von Jugendschutz.net! Ich kann mich noch an meinen ersten Brief erinnern, als wäre es gestern gewesen. War 2000 oder so. Waren das noch Zeiten! Die haben mich in den letzten Wochen aber irgendwie verstärkt auf dem Kieker. Komisch. Hier flatterten mehrere Briefe ein. Diesmal betrifft es aber dieses Blog hier, was stark jugendgefährdend ist, wenn es nach Jugendschutz.net geht. Grund dafür war ein Link auf Privatamateure dot com, der zwar jugendfrei, jedoch mit einiger Manipulation umgehbar war. Tja, Pech gehabt, könnte man da sagen. Ich vemute hier aber jemand ganz anderes hinter dieser Aktion. Jugendschutz.net sucht zwar ständig selbst nach nicht jugendfreien Inhalten im Netz (dafür sind die Planstellen ja da) und verschicken auch ab und an mal Briefe an US-Bürger für teuer Geld, in diesem Fall vermute ich aber, dass es mit diesem Posting und den allgemeinen Drohungen gegen die AWM-Gemeinde zusammenhängt. Warum? Na weil es eben mit Privatamateure im Zusammenhang steht und einige andere Leute ebenfalls Post von JS.net erhalten haben. Ich denke – ohne da jetzt jemanden konkret zu verdächtigen -, dass da jemand fleißig Tipps an JS.net gibt. Unten habe ich mal die Briefe gescannt (natürlich geschwärzt an den sensiblen Stellen), die ihr mit eurem Steuergeld bezahlt habt. […]

  9. Gravatar of Matthias

    Kommentar von Matthias vom 19.6.2007

    Dieser Kreuzzug treibt immer dollere Blüten. Wer die aktuelle Webeline noch nicht gelesen hat, bzw. nicht im “Genuss” eines Gratis-Abos ist, lese bitte mal hier: http://www.awm24.de/webeline01.PDF

  10. Gravatar of Peinliche Schlappe für Tochtergesellschaft von Video Buster – Adult Webmaster Blog

    Pingback von Peinliche Schlappe für Tochtergesellschaft von Video Buster - Adult Webmaster Blog vom 29.6.2007

    […] Peinliche Schlappe für Tochtergesellschaft von Video Buster Der Beitrag wurde am 29. Juni 2007 von Oliver Karthaus veröffentlicht Wer Wind säht wird Sturm ernten. Das alte Sprichwort findet mal wieder Anwendung. Gemeint ist der “Kreuzzug” der Kirchberg Logistik GmbH gegen “unseriöse Anbieter”. Die Kirchberg Logistik GmbH hatte eine Einstweilige Verfügung gegen das Zahlungssystem Eurobill, welches derzeit von der Cybermaxx GmbH betrieben wurde, erwirkt. Vorwurf: Cybermaxx würde die Website Privatamateure dot com nicht nur abrechnen, sondern auch betreiben. Die Cybermaxx GmbH hatte sich derzeit ein unnötiges Verfahren erspart und die Einstweilige Verfügung hingenommen, auch wenn sie natürlich nicht das Portal betreibt. Gerade erreicht mich dann diese sehr erfreuliche Pressemitteilung: […]

  11. Gravatar of Pornofritz.com » CyberMaxx schlägt zurück

    Pingback von Pornofritz.com » CyberMaxx schlägt zurück vom 29.6.2007

    […] Vorgeschichte: Drohende E-Mails an AWM  […]

  12. Gravatar of Privatamateure hat 2.000.000 Mitglieder, Grebenstein erntet Sturm und Thommy Oliver sagt seine Meinung – Adult Webmaster Blog

    Pingback von Privatamateure hat 2.000.000 Mitglieder, Grebenstein erntet Sturm und Thommy Oliver sagt seine Meinung - Adult Webmaster Blog vom 17.7.2007

    […] Privatamateure hat 2.000.000 Mitglieder, Grebenstein erntet Sturm und Thommy Oliver sagt seine Meinung Der Beitrag wurde am 17. Juli 2007 von Oliver Karthaus veröffentlicht Gleich so viel auf einmal? Nein nein, hängt ja alles irgendwie zusammen. Zunächst einen herzlichen Glückwunsch an das Team von Privatamateure! 2 Mio. Mitglieder sind schon eine Hausnummer. Und da wir schon mal beim Thema sind, von Herrn Grebenstein (GF von Video Buster und Sexyfilms und selbsternannter Kämpfer gegen “unseriöse Angebote im Netz”) gibt’s nach seiner herben Niederlage gegen die Cybermaxx GmbH leider nicht viel neues zu berichten. Dafür erheben Thommy Oliver, Norbert Bayer und Stefan Geisler in den Adultwebmasternews das Wort zum Thema. Unter der Überschrift “Jetzt reden die Onliner!” geben einige Jungs aus dem Business hilfreiche Tipps an Herrn Grebenstein, wie er es sich nicht gänzlich mit der Branche verscherzt. Ihr habe meine Meinung dazu schon hier und hier abgegeben. Abgelegt in Jugendschutz | Tags: noneSoziales: del.icio.us | Mister Wong | yigg.de | digg.com […]

  13. Gravatar of JuGuard e.V.: Die “Offline-Jugendschützer” blasen zum Kampf gegen die Onliner – Adult Webmaster Blog

    Pingback von JuGuard e.V.: Die “Offline-Jugendschützer” blasen zum Kampf gegen die Onliner - Adult Webmaster Blog vom 20.8.2007

    […] JuGuard e.V.: Die “Offline-Jugendschützer” blasen zum Kampf gegen die Onliner Der Beitrag wurde am 20. August 2007 von Oliver Karthaus veröffentlicht Was tut der Deutsche, wenn er selbst nicht weiterkommt? Genau, er gründet einen Verein. Die Offliner um den mittlerweile bekannten Herrn Grebenstein haben mit JuGuard e.V. einen “Verein zur Förderung des Jugendschutzes im Internet” gegründet. Damit bekommt der alte Kampf (der eigentlich keiner sein müsste) zwischen den Onlinern und Offlinern, der Old- und der New Economy, eine ganz neue Qualität. Unter dem Deckmantel des Jugendschutzes möchten sich die Offline-Unternehmen um Herrn Grebenstein und seiner Kirchberg Logistik GmbH um einen fairen Wettbewerb bemühen und für die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen kämpfen (natürlich mit der rechtlichen Keule). Der eine oder andere Webmaster wird sich nun zurecht fragen: “Herr Grebenstein und ein Verein für Jugendschutz im Internet?” Der Grund für die Verwunderung liegt sicher in der einstweiligen Verfügung gegen die Kirchberg Logistik GmbH wegen des ungeschützten Verbreitens von Pornografie an Minderjährige (Aktenzeichen: 327 O 389/07) vom Juni 2007. Natürlich – davon kann man ausgehen – geht es den Offlinern weniger um die Einhaltung des Jugendschutzes, sondern vielmehr um die eigenen, stark bröckelnden Umsätze im stantionären Handel. Das Internet tut dem unbeweglichen Handel weh. Das zeigt auch ein Auszug aus der Satzung des Vereins, den man im vergrößerten Ausschnitt des linken Bildes nachlesen kann. Die Gründung dieses Vereins demonstriert eindrucksvoll die Unbeweglichkeit der Offline-Branche. Statt sich mit den Onlinern zusammenzuschließen um gegen die überzogenen Jugendschutzgesetzte zu kämpfen, möchte man sich wenigstens noch das eine oder andere schwimmende Fell sichern, indem man die Keule auspackt und Geld verbrennt. Natürlich wird das nicht funktionieren, dass werden die Leute um Herrn Grebenstein auch irgendwann merken. Hoffentlich früh genug, es wäre ihnen zu wünschen. Was wird diese Aktion unter dem Deckmantel des Jugendschutzes bringen? Man erwischt vielleicht einige Unternehmen, die bislang aus Deutschland gearbeitet haben und danach – wie viele vor ihnen – ins Ausland abwandern. Letztlich wird sich online gar nichts ändern, auch nicht durch 1000 Prozesse. Die verfolgten Onliner sind irgendwann alle im Ausland (ob real, über Maildrops oder andere Firmenkonstrukte) und der Verein hat seine Daseinsberechtigung mangels zu verfolgenden Klienten verloren. Die Offliner müssen jedoch in Deutschland bleiben. Was dann? Abgelegt in Jugendschutz, Rechtliches | Tags: noneSoziales: del.icio.us | Mister Wong | yigg.de | digg.com […]

  14. Gravatar of Liebe Jungs von Arcor, wie kommt ihr aus der Nummer nur wieder raus? – Adult Webmaster Blog

    Pingback von Liebe Jungs von Arcor, wie kommt ihr aus der Nummer nur wieder raus? - Adult Webmaster Blog vom 11.9.2007

    […] Liebe Jungs von Arcor, wie kommt ihr aus der Nummer nur wieder raus? Der Beitrag wurde am 11. September 2007 von Oliver veröffentlicht Die Bevormundung von mündigen (und zahlenden) Netz-Usern hat nun einen Namen: ARCOR. Mittlerweile sind weitere Details zur ominösen Sperrung von unliebsamen Pornoseiten ans Licht gekommen. Es ist nicht so, dass Arcor eine einstweilige Verfügung erhalten hätte, auf dessen Basis die Sites hätten gesperrt werden müssen. Nein, Arcor hat gesperrt, weil A. Grebenstein (Kirchberg Logistik GmbH, sexyfilms.de) darum gebeten hat. Es wurden lediglich die einstweiligen Verfügungen vorgelegt, die gegen die gesperrten Websites erwirkt wurden. Der Vollständigkeit halber muss man aber wohl erwähnen, dass sich die Betreiber der Websites nicht gegen die einstweiligen Verfügungen gewehrt haben. Natürlich darf man auch nicht vergessen (und das vermisse ich ein wenig in der Berichterstattung in den Medien), dass die Kirchberg Logstik GmbH ebenfalls eine erhalten hat. Der Arcor-Vorstand begründet sein vorschnelles Handeln nun damit, dass die Sites ja “nach deutschem Recht illegal” wären und man “abwartet, bis die Angebote an deutsches Recht angepasst sind”. Komisch, oder? Schließlich hat man sich derzeit gegen die Sperrverfügungen vom Staat gewehrt, lässt sich aber jetzt von jedem Hinz und Kunz vor den Karren spannen. Genau das wird Arcor nun wohl zum Verhängnis werden: Aus gut unterrichteten Kreisen hört man, dass bei Arcor bereits eine Sondersitzung des Vorstands zu diesem Thema stattgefunden hat. Grund dafür ist mit Sicherheit die gewaltige Resonanz in den Medien, tausende Anfragen von empörten Kunden an den Support und sicher zahlreiche Kündigungen. Das ist auch gut so. In der Chefetage von Arcor hat man mit Sicherheit nicht mit solch einer Welle gerechnet, als man wohl ohne groß nachzudenken damit begonnen hat, Websites zu sperren. Wie kommt ihr da jetzt wieder raus? Ich wünsche mir: gar nicht. Jedenfalls wird es sich der Nächste wahrscheinlich besser überlegen, ob er sich als Mittel zum Zweck vor der Karren spannen lassen wird. Hoffentlich. Anbei mal ein kleiner Überblick über die Medien, die sich bereits mit dem Thema beschäftigt haben: Spiegel, Golem, Focus, Heise, ZDNet, Xonio, Express, Gulli und Die Welt. Abgelegt in Jugendschutz, Rechtliches | Tags: Juguard, Kirchberg Logistik GmbH, Jugendschutz, Sexyfilms, ArcorSoziales: del.icio.us | Mister Wong | yigg.de | digg.com […]

  15. Gravatar of Sperrungen bei Arcor: Es war JuGuard – Adult Webmaster Blog

    Pingback von Sperrungen bei Arcor: Es war JuGuard - Adult Webmaster Blog vom 11.9.2007

    […] Sperrungen bei Arcor: Es war JuGuard Der Beitrag wurde am 11. September 2007 von Oliver veröffentlicht Wie die WELT ONLINE berichtet, handelt es sich bei dem “deutschen Unternehmen”, das Arcor zur Sperrung diverser Websites veranlasste, um die Firma Kirchberg Logistik GmbH (”Sexyfilms.de / Grebenstein“). Auch im Fall Arcor wurde wieder mit einer einstweiligen Verfügung gearbeitet. Damit sollten die Kunden von Arcor nun wissen, wem sie die Sperrung zu verdanken haben. Wie die Beobachter von WELT ONLINE, bin auch ich fest davon überzeugt, dass die Sperrung nicht lange Bestand haben wird. Abgelegt in Jugendschutz, Rechtliches | Tags: Juguard, Kirchberg Logistik GmbH, Jugendschutz, Sexyfilms, ArcorSoziales: del.icio.us | Mister Wong | yigg.de | digg.com […]

  16. Gravatar of Affiliate Directory and Affiliate Marketing

    Trackback von Affiliate Directory and Affiliate Marketing vom 2.10.2007

    Affiliate Directory and Affiliate Marketing…

    Sorry, it just sounds like a crazy idea for me :)…

  17. Gravatar of Stasistan 2.0: Richter vom Landgericht Frankfurt stehen nicht auf YouPorn und schwingen die Zensurkeule – Adult Webmaster Blog

    Pingback von Stasistan 2.0: Richter vom Landgericht Frankfurt stehen nicht auf YouPorn und schwingen die Zensurkeule - Adult Webmaster Blog vom 20.10.2007

    […] Stasistan 2.0: Richter vom Landgericht Frankfurt stehen nicht auf YouPorn und schwingen die Zensurkeule Der Beitrag wurde am 20. Oktober 2007 von Oliver veröffentlicht Die Kirchberg Logistik GmbH (die selbst wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz verurteilt wurde) hat wieder zugeschlagen! Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich denken, ich bin heute morgen in der DDR aufgewacht. Die Richter des Landgerichts Frankfurt scheinen gar keine Fans von YouPorn & Co. zu sein und haben eine einstweilige Verfügung gegen Arcor erlassen, die jetzt für ihre 2,4 Millionen Kunden das beliebte Feierabendprogramm für Männer jeden Alters sperren müssen. Noch wurde Arcor die Verfügung nicht zugestellt. Wollen wir mal hoffen, dass Arcor sich wehrt und nicht weiterhin mit dem Videotheken-Verein kuschelt. Die Auswirkungen wären nicht nur für Arcor äußerst unangenehm und führten direkt und ohne Umwege in eine totale Zensur auf Ebene der Zugangsprovider. “Wir wollen eine Klärung, keinen Krieg”, sagte Video-Buster-Geschäftsführer Mario Brunow. Den haben Sie schon, Herr Brunow. Abgelegt in Jugendschutz, Rechtliches | Tags: noneSoziales: del.icio.us | Mister Wong | yigg.de | digg.com […]

  18. Gravatar of Sind die Grünen eine Alternative in Netzfragen? « Piratenpartei Radevormwald

    Pingback von Sind die Grünen eine Alternative in Netzfragen? « Piratenpartei Radevormwald vom 2.9.2010

    […] Stellungnahmen von Institutionen, Verbänden, Providern, AKs uvm Sonstige Links: http://blog.awm-resource.de/2007/05/25/jugendschutz-kreuzzug-im-namen-des-jugendschutzes/ und darin […]

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