Wie macht man Freeloadern den Garaus

Der Beitrag wurde am 30. Mai 2007 von Oliver veröffentlicht

Die sogenannten “Freeloader” sind nur eine Problemgruppe in unserem Business. “Freeloader” sind die User, die einfach nur auf der Suche nach kostenlosen Bildern sind und unter keinen Umständen bereit sind, Geld im Netz auszugeben. Vornehmlich passiert das mit spezieller Software (Grabber), die bestimmte Websites nach Bildern absucht und diese auf den Rechner des Users zieht. Diese Grabber kann man ziemlich einfach über den User-Agent per .htaccess sperren. Viele der “Freeloader” nutzen aber auch Google Bildersuche und sind schon nicht mehr ganz so einfach zu “erwischen”. Klar, natürlich kann man einfach den Referer sperren, aber das ist ja auch nicht die beste Lösung, schließlich ist es ja trotzdem Traffic, den man irgendwie noch verwerten kann. Das Hauptproblem ist der durch diese User verursachte Traffic. Auf meinen Servern haben User, die über die Google Bildersuche kamen, im April knapp 80 GB Traffic verbrannt. Was kann man tun und wie lassen sich diese User noch irgendwie verwerten? Hier mal ein kleiner Ansatz, mit dem man diese User ausfiltern und verhindern kann, dass sie überhaupt die gewünschten Bilder kostenlos angezeigt bekommen. Es gibt sicher noch elegantere Lösungen, diese Quick-and-dirty-Lösung funktioniert aber auch ganz gut für einfache Sachen. Dieses kleine Script kommt ganz oben in die Seiten, die Bilder enthalten und auf denen die User von Google landen. Optimal passiert das mit einem Include auf allen Seiten. Natürlich kann man das noch erweitern.

 

$referer = strtolower($_SERVER[HTTP_REFERER]);
$url = parse_url($referer);

if (!$_GET[‘chk’]) // Prüft falls User wieder auf Startseite umgeleitet werden soll.
{

if ($url[‘host’] == “images.google.de”) {
header(“Location: http://www.domain.com/framebuster.php”);
exit;
}

}

Jetzt kommt ein kleiner Framebuster um Googles Top-Frame zu entfernen und den User auf das gewünschte Ziel weiterzuleiten. Das Script in diesem Fall als “framebuster.php” speichern.

<html>
<head>
<title>Redirect</title>

<script type=”text/javascript”>

if(top.frames.length > 0)
top.location.href = ‘http://www.domain.com/?chk=1’;

</script>

</head>
<body>

<a href=”/?chk=1″>Und weiter gehts …</a>

</body>
</html>

Im Beispiel wird der User auf die Startseite umgeleitet. Da die Wahrscheinlichkeit aber ziemlich gering ist, dass der User jetzt etwas kauft, sollte man ihn anders verwerten. Eine Option sind Toplisten, die immer noch ganz gut funktionieren. Man könnte zum Beispiel eine Seite erstellen, auf der kleine Thumbs mit Links zu Toplisten sind. Die Seite kann man auch noch mit PPC-Werbung und Layern bestücken. Bei englischen Usern bietet sich z.B. auch eine Weiterleitung auf eine der unzähligen PPC-Suchmaschinen an. So bringen die Freeloader wenigstens noch einige Cents oder aber frischen Traffic aus den Toplisten. Bei der Gestaltung der Seite kann man sich ruhig so richtig kreativ auslassen und ein wenig rumprobieren.

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6 Kommentare »

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  1. Gravatar of Schournaille

    Kommentar von Schournaille vom 31.5.2007

    Hi,

    ich denke, dass Du das Problem ein wenig überstrapazierst. Ich bin jetzt kein Adult-Webmaster und bin deshalb wohl nicht so betroffen, aber warum Dir 80 GB pro Monat Sorgen machen ist nicht so richtig nachvollziehbar. Weiterhin kommen ja nicht nur “Freeloader” über die google Bildersuche – diesen Traffic, der ja durchaus auf die eine oder andere Art recht speziell sein kann, ruinierst Du durch o.g. Massnahmen ein wenig.

    Per .htaccess den UserAgent sperren zu wollen ist ebenfalls keine Massnahme: nur weil man wget draussen hat, sind die SpiderZillas dieser Welt nicht draussen. Und nen kleines Tool zu programmieren, dass sich als IE oder Firefox ausgibt ist nun auch kein Hexenwerk.

    IMO muss man damit leben: was veröffentlicht ist, wird genutzt wie der Anwender es für richtig hält, und nicht wie der Webmaster es für richtig hält.

  2. Gravatar of Oliver Karthaus

    Kommentar von Oliver Karthaus vom 31.5.2007

    Hi, nein, ich mache mir keine Sorgen wegen 80 GB :) Es sind einfach Erfahrungswerte aus etwas über 10 Jahren, dass dieser Traffic so in etwa der mieseste ist, den es überhaupt gibt. Die 80 GB kosten micht persönlich nichts, jedoch bringen sie auch nichts. Mit o.g. Möglichkeit lässt sich dieser Traffic noch monetarisieren, bzw. in guten Traffic umwandeln. Deinen letzten Satz: “IMO muss man damit leben: was veröffentlicht ist, wird genutzt wie der Anwender es für richtig hält, und nicht wie der Webmaster es für richtig hält.” halte ich für Quatsch, sorry. Man muss nicht damit leben.

  3. Gravatar of Schournaille

    Kommentar von Schournaille vom 31.5.2007

    Bist Du merkbefreiter als die Musikindustrie? Die haben auch lernen müssen, dass alles was aufm Netz ist automatisch ausserhalb jeglicher Kontrolle des Publishers ist. Und ich finde das gut so!

  4. Gravatar of Oliver Karthaus

    Kommentar von Oliver Karthaus vom 31.5.2007

    Oha, daher weht der Wind. Irgendwie scheinst du hier einige Dinge miteinander zu vermischen. Es geht doch nicht darum, dass man verhindern möchte, dass z.B. Videos oder Bilder vom User auch privat genutzt oder verbreitet oder getauscht werden. Ich habe lange Zeit selbst DRM für Videos eingesetzt und habe es auch wieder entfernt, weil die Kunden das eben nicht wünschen. Das findet ja auch gerade bei der Musik statt. Hier geht es doch ganz banal um den Traffic der Freeloader, die über die Google Bildersuche Traffic verursachen, der sich aber einfach nicht auszahlt. Jeder Geschäftsmann, der nicht das Mögliche aus diesen Usern macht, ist doch dumm. Dein Vergleich mit der Musikindustrie hinkt auch gewaltig. Während dort die verbreiteten Mp3s zumindest noch zu irgendwelcher Werbung für den Künstler führen (wenn auch nicht zu mehr CD-Käufen), ist das bei Bildern wohl eher ausgeschlossen. Natürlich kann man die Bilder und Videos mit Wasserzeichen versehen, nur bringt das heute auch nichts mehr. Damit haben wir vor 6 oder 7 Jahren gearbeitet, als man kleine Clips und Bilder mit Wasserzeichen per P2P verbreitet hat. Da brachte das auch noch was. Heute sieht das anders aus. Also, einfach den Artikel genau lesen, sonst reden wir hier aneinander vorbei ;)

  5. Gravatar of Pornofritz

    Kommentar von Pornofritz vom 31.5.2007

    Hi,

    hab das vor 2 Jahren genauso gemacht. Hatte knapp 20.000 Bilder in der Google Bildersuche und der Traffic war enorm. Umsatz hingegen ein Witz.

    Also Besucher mit referer “images.google.de” auf die Startseite umgeleitet.

    Achtung!
    Wenige Monate danach wurde die Seite aus der Bildersuche gekickt und alle Bilder (verständlich aus Sicht von Google und dem angepissten User).

    Trafficproblem gelöst.

  6. Gravatar of Echolog

    Trackback von Echolog vom 17.6.2007

    Extra-Werbung für Frame bei Google-Bildersuche…

    Wer über die Google-Bildersuche recherchiert, bekommt bekanntlich, wenn er auf ein Bild klickt, die dazugehörige Webseite in einem Frame angezeigt – nicht gerade zum Gefallen ……

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