4 Dinge, die man noch nicht über mich wusste, die aber meinen Weg in die Selbständigkeit entscheidend beeinflusst haben

Der Beitrag wurde am 18. Juli 2007 von Oliver veröffentlicht

Ja, wie kommt man zur Selbständigkeit? Werden die Weichen schon in der Kindheit oder der Jugend gestellt? Das haben sich schon viele gefragt. Wie sah das eigentlich in meiner Kindheit / Jugend aus? Hier mal ein kleiner, lustiger Rückblick auf meinen frühen Werdegang. Schon gewusst? Mit 8 bekam ich meinen ersten C-16 und “programmierte” munter drauf los. Damals gab es Zeitschriften, aus denen man Codes “abschreiben” konnte, nur damit sich später ein lustiges, grob gepixeltes Männchen über den Bildschirm bewegte. Schnell erkannte ich, dass sich damit das Taschengeld aufbessern lässt, schließlich hatte nicht jeder einen C-16. Ich habe dann meinen Freunden bis zu einer Mark abgeknöpft, damit sie auch mal ein wenig an meinem C-16 programmieren durften. Die Geschäftsidee war zwar nicht auf die lange Sicht erfolgreich, jedoch habe ich da schon so etwas wie die heutigen Internet-Cafés entdeckt. Schon gewusst? Mit 9 verkaufte ich selbstgedruckte und entworfene Glückwunschkarten (“Ich mag dich”, etc.) für 30 Pfennig pro Stück auf dem Schulhof an meine Mitschüler. Das war der erste große Renner. Ein Volltreffer. Für das Geld kaufte ich mir jeden Tag Vanille- und Schoko-Milch von Tuffi und investierte das dadurch gesparte Geld später in eine Datasette für meinen C64. Durch die beherzte Intervention eines Lehrkörpers wurde dieser lukrative Geschäftszweig jedoch abgesägt.

Schon gewusst? Ich hatte einen Riecher für Hypes! Als Ende der 80er / Anfang der 90er Alf das große Thema war, habe ich (alter Hase im Glückwunschkarten-Biz ;)) auf einem Flohmarkt eine Kiste voll mit Alf-Motiven gekauft und an meiner Schule für 1 Mark pro Stück unter die Leute gebracht. Lief wie geschnitten Brot. Die andern aßen Butterbrot, ich Snickers und Raider. Dabei erfand ich auch gleich das Affiliate-Marketing: Ich ließ 2 Schüler aus der Klasse unter mir ebenfalls auf Provisionsbasis (30 Pfennig) Karten verkaufen. Schon gewusst? Mit 12 oder 13 musste ich mir neue Dinge einfallen lassen. Die Jungs standen alle auf Autos und darin fand ich eine neue Marktlücke. Ich schrieb regelmäßig Briefe an die bekannten Tuner (K&N, Rieger, Mattig, Abt & Co.) und bat um Aufkleber und Kappen für die “Schul-Tombola”. Nach einiger Zeit trudelten einige Pakete ein, teilweise mit 500 und mehr Aufklebern und vielen Kappen. Die Aufkleber und Kappen liefen ebenfalls wie geschnitten Brot, jedoch war meine Geschäftsidee nicht besonders weitsichtig: Irgendwann war auf jedem Fahrrad ein Aufkleber, jeder hatte eine Kappe und ich hatte keinen Nachschub mehr.

Danach und dazwischen gab es noch einige Geschäftsideen. Mit 18 holte ich mir schließlich den ersten Gewerbeschein und machte meine ersten Schritte im Netz. Eines war mir schon immer bewusst: Ich wollte immer mein eigener Chef sein und Ideen verwirklichen. Manchmal klappt das, manchmal nicht.

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9 Kommentare »

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  1. Gravatar of tehhqeht

    Kommentar von tehhqeht vom 19.7.2007

    Oliver,

    die Zensur ist ja geiler als in China, Baby !!!

  2. Gravatar of Oliver Karthaus

    Kommentar von Oliver Karthaus vom 19.7.2007

    Benötigst du etwa ein wenig Aufmerksamkeit mit deinen dummen Kommentaren? :)

  3. Gravatar of tehhqeht

    Kommentar von tehhqeht vom 19.7.2007

    ich bin der letzte, der aufmerksamkeit seit sucht.
    das habe ich schon lange aufgegeben…

  4. Gravatar of Felix

    Kommentar von Felix vom 19.7.2007

    Schöner Bericht. Meine Biographie fängt zwar nicht ganz so früh an, aber ich war auch stets auf der Suche nach neuen Ideen. 2006 gelang mir mein größter Erfolg. Doch jetzt, wo die WM vorbei ist, trauere ich der grandiosen Idee mit schlechter Umsetzung nur noch hinterher. Das nächste mal wird alles anders. Diese Geschichte ermutigt mich dabei, irgendwann mal etwas herauszubringen, bei dem die Leute Schlange stehen werden.

  5. Gravatar of Christian

    Kommentar von Christian vom 25.7.2007

    Man muss eben als Geschäftsmann gebohren sein um es auch ausleben zu können :D

  6. Gravatar of Mike

    Kommentar von Mike vom 13.8.2007

    Ein wirklich schöner Beitrag :-) Bei mir lief das ganze etwa ähnlich ab, nur ging ich damals schon zu dein Reichen Leuten am Zürichberg Flugzettel verteilen für Gartenarbeiten, das hat mir dann im alter von 14 Jahren bereits 15.- die Stunde eingebracht und für meinen ersten richtigen Rechner gereicht ;-)

  7. Gravatar of Max

    Kommentar von Max vom 26.8.2007

    Schön zu sehen, dass diese Unternehmerflamme nicht nur in einem selber brennt ! Wünsche viel Erfolg für alle Projekte und Unternehmungen !

  8. Gravatar of Pixel

    Kommentar von Pixel vom 12.10.2007

    Hab gerade erst den Blog entdeckt, schöner Beitrag, bei mir fing es mit Rasenmähen und Unkrautstechen an. Es stimmt schon, sowas liegt im Blut.

  9. Gravatar of Simone

    Kommentar von Simone vom 6.6.2008

    Also ich finde mein Söldnerdasein auch großartig :)

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