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Amateur-Portale & JuGuard: 4 Fragen an Mirko Drenger, Geschäftsführer der FunDorado GmbH
Der Beitrag wurde am 20. September 2007 von Oliver veröffentlichtDa ich momentan an einem ausführlichen Artikel über den Trend, die Stolpersteine und die Zukunft der Amateur-Communitys arbeite, habe ich im Zuge dessen diversen Betreibern einige Fragen geschickt, deren Antworten ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte. Ich werde die Interviews nach und nach veröffentlichen und zum Schluss kommt dann der Artikel mit einer Bewertung der Communitys dazu. In diesem Interview gab es vier kurze Fragen an Mirko Drenger, Geschäftsführer der FunDorado GmbH, im Bezug auf die neue Web 2.0 Plattform NowYoo, die erst kürzlich an den Start gegangen ist. Viel Spaß mit dem Interview und vielen Dank an Herrn Drenger für die Beantwortung der Fragen!
AWM-Resource.de: Sie haben mit nowyoo.com eine weitere Amateur-Community gestartet und springen damit auf den Zug des Web 2.0 und des “User Generated Content” auf. Andere Portale dieser Art sind schon ein bis zwei Jahre am Markt und haben sich bereits etabliert. Wo sehen Sie die Vorteile Ihrer Plattform gegenüber den bestehenden Communitys?
Mirko Drenger: Wir haben vor einiger Zeit zusammen gesessen und uns Gedanken gemacht zu unserer seit 2003 bestehenden FunDorado-Community “myFunDorado“. Diese ist erfolgreicher Bestandteil von FunDorado.com und musste dringend renoviert werden. So entstand die Grundidee zu NowYoo. Also ist NowYoo in erster Linie eine unglaublich umfangreiche Community mit vielen Features und Möglichkeiten für die User im Hinblick auf Kommunikation und Dating. Wir haben in NowYoo dann zusätzlich als logische Folge aus der aktuellen Entwicklung im Netz verschiedene Trends zusammengefasst. Die User an dem von ihnen hochgeladenen Content mitverdienen zu lassen ist dann die nächste Konsequenz, die ja mittlerweile auch Youtube erkannt hat und im nächsten Schritt wird ein Cam2Cam Feature eingebunden. Der unique Punkt an NowYoo ist, dass der User die Preise für seinen Content und seine LiveCam Minuten selber festlegen kann bzw. auch kostenlos anbieten kann. User können also aktives Marketing betreiben für ihre Inhalte.
AWM-Resource.de: Momentan geht in der Branche die “Angst” vor den “Offlinern” um, die sich mit der Gründung des Vereins “JuGuard e.V.” der Verfolgung von nach deutschem Recht “illegalen” Angeboten verschrieben haben. Erst vor wenigen Tagen wurden auf Wunsch der Kirchberg Logistik GmbH bei Arcor mehrere Websites für deutsche Kunden gesperrt und später doch wieder freigegeben. Viele Amateur-Portale entsprechen tatsächlich nicht den deutschen Bestimmungen, sprechen aber deutsche Kunden an. Wie sehen Sie den Konflikt zwischen den Onlinern und den Offlinern und die Tatsache, dass sich immer mehr ausländische Firmen für deutsche Kunden interessieren und sich dabei gar nicht um den Jugendschutz kümmern (müssen)?
Mirko Drenger: Zunächst einmal glaube ich nicht, dass man von Angst sprechen sollte, eher von Irritation. Ich verstehe schon, was die JuGuard Initiative antreibt, nur wird es niemandem etwas bringen, auch den JuGuard Mitgliedern nicht. Vielmehr wird in der breiten Öffentlichkeit mal wieder einzig und allein hängen bleiben, dass das Internet eine bösartige Ansammlung von illegalen Pornoangeboten ist und das macht uns allen dann das Leben schwer, ob mit oder ohne AVS, ob online oder offline.
FunDorado ist in Deutschland sehr erfolgreich und das nicht nur TROTZ AVS sondern in weiten Teilen gerade WEGEN des AVS. Wir können viele Kooperationen und Marketingaktionen machen gerade weil wir ein AVS haben. Das ist definitiv unser Marktvorteil.
Viele “Non-Erotik Webmaster”, die enorm viel Traffic haben, bewerben uns gerade WEIL wir ein AVS haben und ihnen eine juristisch sichere Monetarisierung ihres Traffics bieten können.
Ich will hier nicht den Eindruck erwecken, dass es so richtig klasse ist, ein AVS zu haben aber einfach nur kein AVS zu haben ist noch lange keine Garantie für Erfolg! Das Konzept dahinter muss schon gut sein und den Kunden überzeugen, dann ist ein AVS die kleinste Hürde. Die von JuGuard abgemahnten Seiten sind nicht erfolgreich weil sie kein AVS haben sondern einfach weil sie super innovative Konzepte sind und sie eine hohe Begehrlichkeit für den User haben.
AWM-Resource.de: Unter der Marke “Cashdorado” bieten Sie Partnerprogramme Ihrer Produkte FunDorado, Achtung-Sexy, echt-live und SaDorado an. Das neue Portal nowyoo.com ist dort noch nicht zu finden. Gibt es bereits ein Partnerprogramm oder ist eins in der Planung? Wenn ja, wie sehen Sie Ihre Chancen an gute Affiliates zu kommen, wo der Kuchen in diesem Bereich schon gut verteilt ist und Angebote ohne F2F einen großen Zulauf haben.
Mirko Drenger: NowYoo befindet sich in der Startphase und wächst erfreulich schnell. Das Partnerprogramm wird zur Venus bzw. zur EWT auf CashDorado.com zu finden sein, wenn alle Kinderkrankheiten beseitigt sind.
Den zweiten Teil Ihrer Frage habe ich ja eigentlich schon beantwortet. NowYoo ist z.B. Exklusivpartner bei Clipfish.de. (das wäre ohne AVS nicht möglich) Hier können wir z.B. den Contenteinstellern riesige Möglichkeiten bieten.
Außerdem bieten wir dem Webmaster hohe Auszahlungen, juristische Sicherheit für die Bewerbung und mit FunDorado im Hintergrund eine starke Marke, die die Conversions erfahrungsgemäß sehr positiv beeinflusst.
AWM-Resource.de: Die Amateur-Communitys sind das aktuelle “Big Thing”. In vielen TV-Shows wurde über die Amateure berichtet, die sich von Zuhause aus den einen oder anderen Euro dazuverdienen, indem sie ihre privaten Schnappschüsse ins Netz stellen. Alles nur ein kurzer Trend, der so schnell wieder vorbei ist wie er begonnen hat, oder liegt die Zukunft tatsächlich im User Generated Content?
Mirko Drenger: Es gab schon immer die 2-5% User, die sehr aktiv sind. Z.B. in Chats, Foren, Communities etc. Das waren 1997 schon 2-5% und das sind sie heute noch. Nur sind die Möglichkeiten und Plattformen heute deutlich besser und vielseitiger und es sind einfach mehr Menschen im Netz.
Es gibt m.E. keinen Trend zum User generated Content. Nach wie vor will der Konsument gute Pornoinhalte konsumieren. Wenn ich mir mal aufmerksam die von Usern generierten Inhalte ansehe, entdecke ich erstaunlich viel Content, der nicht nur technisch sehr gut ist sondern auch echte Top-Girls beinhaltet. In der Videothek steht mittlerweile zu 70% sog. Reality-Content und der Rest ist POV oder Amateurcontent. Ca. 5% sind sog. Feature- bzw. Glamourcontent. Eine gute Szene mit “Claudia aus Berlin” ist mir als Kunde doch allemal lieber als eine unecht wirkende Szene mit “Svetlana aus Prag” oder “Candy aus Los Angeles”…
Wo ist also der Unterschied?
Soziales: del.icio.us | Mister Wong | yigg.de | digg.com
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