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Ola Paula!
Der Beitrag wurde am 26. September 2007 von Oliver veröffentlichtIch habe mal was ganz anderes, off-topic. Ich bin vor kurzer Zeit umgezogen und da kam auch mal wieder das Thema Hund auf. Platz ist reichlich vorhanden und der riesige Garten lädt zum ausgedehnten Herumtollen ein. Außerdem holt einen so ein Tier auch regelmäßig vor dem Rechner weg. Da ich eigentlich wieder einen Terrier, am besten einen Jack Russel, haben wollte, dachte ich zuerst an einen Züchter. Irgendwie scheint da momentan aber kaum Nachwuchs vorhanden zu sein und so machte ich mich im Netz in den Marktplätzen auf die Suche. Irgendwie ergab sich da aber auch nichts. Später - ich hatte das Thema schon fast wieder begraben - stolperte ich dann über die Website von Vergessene Pfoten e.V., einem Verein, der Hunde aus Spanien nach Deutschland vermittelt. Da Hunde in Spanien ja bekanntlich etwa soviel wert sind wie hierzulande Küchenschaben (ich habs selbst erlebt), kommen die Tiere, die auf der Straße aufgelesen werden, in sogenannte “Tötungsstationen”. Diese (End)Stationen haben mit einem Tierheim etwa soviel gemein wie ein Hund mit einem Elch. Die Tiere bekommen dort weder regelmäßig Fressen, noch Wasser oder Aufmerksamkeit. Das einzige was sie bekommen, ist ein fester Tötungstermin. Das Ende erfolgt für die Tiere aber nicht etwa mit der Spritze… Näher möchte ich das nicht ausführen, das ist einfach zu pervers.
Jedenfalls stand ich diesen Websites, die spanische Tiere vermitteln, eher skeptisch gegenüber. Ob das klappt? Ob die Tiere nicht krank sind (Mittelmeerkrankheiten, etc.)? Ob die nicht nur mein Geld wollen? Zumindest bei diesem Verein waren meine Zweifel unbegründet. Meine Frau und ich hatten uns in einen Hund verguckt (ich hätte am liebsten alle genommen). Zunächst telefonierten wir mit der für diesen Hund zuständigen Tierschützerin. Der Hund ist ja noch in Spanien auf einer Finca. Dort werden die Tiere privat untergebracht, wenn sie aus der Tötungsstation “freigekauft” wurden. Wird ein Tier vermittelt, kann wieder eins aus der Station geholt werden. In dem Telefonat wird zunächst abgeklopft, ob man es wirklich ernst meint. Erst dann wird ein persönlicher Termin bei einem zuhause vereinbart, bei dem sich eine Tierschützerin ein Bild von einem selbst und der Wohnung macht. Nach diese Gespräch entscheidet sich dann, ob man geeignet ist und das gewünschte Tier bekommen kann. Das hat bei uns geklappt. Als nächstes haben wir einen Flugtermin bekommen. Die kleine Paula (4 Monate alt, wurde auf einer Baustelle voller blauer Wandfarbe gefunden) kommt mit einem Flugpaten am 12.10. am Flughafen Münster an, wo wir sie dann freudig in Empfang nehmen können. Vor Ort wird dann ein Vertrag unterschrieben, in dem man versichert, den Hund artgerecht zu halten, ihn kastrieren zu lassen, etc. Bezahlt werden 250 Euro. Mit 100 Euro wird ein anderer Hund aus der “Tötungsstation” geholt, die restlichen 150 Euro sind für den Flug und die medizinische Behandlung (Impfungen, etc.). Zum Thema Mittelmeerkrankheiten: Alle Hunde sind geimpft, gechipt und auf eben diese gecheckt, da macht man sich also unnötig sorgen, auch wenn man das ja nie so richtig ausschließen kann. Ich freue mich auf meine neue Auszubildende ;)
Ola Paula!

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11 Kommentare »
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Kommentar von Pascalmh vom 26.9.2007
Sehr gute Entscheidung! Wir haben unseren Hund auch aus ähnlichen Verhältnissen. Er kommt aus einem Versuchslabor, wurde durch einen Verein (ein Tierheim), die mit dem Labor einen “Vertrag” haben von der Rausgeholt (nachdem er mit den Tests fertig war) und dann an uns vermittelt.
Wir sind total zufrieden mit dem Hund! Hoffe du hast genau so viel glück mit dem kleinen Spanier, süß ist er ja!
Kommentar von joghurtKULTUR vom 26.9.2007
Sauber! Mein Hund hat den gleichen Leidensweg hinter sich. Er wurde ca 4 Wochen alt in einer Mülltonne gefunden und in Spanien weitere 6 Wochen mit der Flasche aufgezogen. Dann habe ich ihn direkt mitgenommen. Seit 6 jahren wohnt er nun glücklich und zufrieden unter meinem Schreibtisch :-)
Kommentar von Oliver vom 26.9.2007
Ja, ich bin auch ganz happy und der Platz unter dem Schreibtisch ist auch schon vorbereitet ;) Ich muss sagen, dass es da die Tiere in deutschen Tierheimen verhältnissmäßig “gut” haben, wenn man das überhaupt sagen kann.
Kommentar von Frank Corbusier vom 26.9.2007
Hallo,
ich find es total Klasse, was Du da gemacht hast. Es ist wirklich grausam zu was Menschen fähig sind. Die Tiere können am allerwenigsten dafür und dennoch müssen sie so leiden. Aber nun sind gleich zwei Seelen gerettet, denn dank Deiner Tat wird ein neuer Hund aus dieser Endstation geholt. Solche Geschichten sollten viel mehr publik gemacht werden, denn viele wissen wahrscheinlich auch gar nicht, dass es diese Möglichkeit gibt, an ein Haustier zu kommen.
Kommentar von Oliver vom 26.9.2007
Na ja, es ist keine Heldentat sondern vielmehr Überzeugung. Man sollte diese Tiere auch nicht aus Mitleid nehmen, sondern weil man sie wirklich haben möchte. Es ist ja so, dass einfach zu viele Tiere in Tierheimen sitzen (egal ob in DE oder in Spanien) und daher der Gang zum Züchter immer mehr Tiere in diesen Kreislauf bringt. Reinrassige Hunde lassen sich immer besser vermitteln.
Kommentar von 5z4 vom 26.9.2007
mir kommen die Tränen
Kommentar von Oliver vom 26.9.2007
Taschentuch?
Kommentar von Uwe vom 27.9.2007
Wir halten es schon seit einigen Jahren ebenso. Der erste Hund kam von Ibiza, der Kater von Kreta und unser letzter Zugang war Luna aus Portugal. Haus und Garten sind groß genug für alle und auch das wohnliche Umfeld für Spaziergänge in Wiesen, Feld und Wald. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Spaß und Glück mit Paula ;-)
Kommentar von Gerald vom 28.9.2007
Das ganze möchte ich hiermit unterstützen. HUNDE 4 SEO :-) (Weg mit den Münchnerkatzen :-%
Kommentar von Oliver vom 28.9.2007
Ja, ist doch auch schlimm mit den Katzen ;)
Pingback von Völlig geschafft - Adult Webmaster Blog vom 16.10.2007
[...] Völlig geschafft Der Beitrag wurde am 16. Oktober 2007 von Oliver veröffentlicht Mein neuer kleiner Lehrling ist der Grund dafür, dass es in den letzten Tagen nur wenige bis gar keine Updates gab. Die kleine (ziemlich feurige) Spanierin ist letzte Woche hier angekommen und hält mich seit dem ohne Pause auf Trab. Mal ganz davon abgesehen, dass ein normales Arbeiten am Tag so gut wie gar nicht möglich ist, beschäftigt sie uns auch momentan noch bis tief in die Nacht (i.d.R. wird es 5 bis 6 Uhr, ehe die Seniora sich kurzzeitig schlafen legt). Sie test momentan permanent die Grenzen aus, auch die Belastungsgrenze meines neuen Notebooks, das gestern mal eben kurz angeknabbert wurde. Kabel jeglicher Art sind auch noch sehr interessant. Schaut man mal einen Augenblick weg, wird entweder die Erde aus den Blumentöpfen geholt, die Teppiche angeknabbert, das neue Körbchen demontiert oder ihr eigenes Spiegelbild in der Terassentür angeknurrt. Ach, und dann ist da noch das Thema Stubenreinheit. Da arbeiten wir dran. Der Wecker klingelt alle 2 Stunden - auch in der Nacht. *Gähn* [...]