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Warum man sich nie auf Wordpress-Plugins verlassen sollte
Der Beitrag wurde am 3. April 2008 von Oliver veröffentlichtDie vergangene Nacht war wirklich lang. Bis um 6 Uhr in der Früh musste ich eine komplett vermurkste Datenbank mit unzähligen, schnell in PHP geschriebenen Workarounds wieder lauffähig machen. Begonnen hat es damit, dass ich ein stark frequentiertes Blog in der Nacht von latin1 auf utf8 konvertieren wollte. Wer das schon einmal gemacht hat, der weiß, dass das nicht ganz so ohne Probleme funktioniert. In diesem Fall habe ich mich auf die Suche nach einem Script / Plugin gemacht, das mir die riskante Arbeit am Herzen des Blogs zuverlässig abnimmt. In mehreren Blogs fand ich die Empfehlung für den UTF-8 Database Converter. Das Plugin soll zwar nur für Wordpress-Installationen bis 2.2.x geschrieben sein (das Blog ist 2.5), aber die empfehlenden Blogs berichteten, dass es auch damit bestens funktioniert, was ja auch relativ einleuchtend ist, denn an der Datenbank hat sich seit der Version nur wenig bis gar nichts verändert. Ich erstellte natürlich vorab genügend Backups der Datenbank, bevor ich mit der OP begann. Die WP-Tabellen haben den Prefix “ahz_”, denn in der Datenbank befanden sich auch noch einige andere Tabellen, die zum Beispiel rund 1000 Artikel unique Content und Einstellungen enthalten. Ich startete mit der OP. Das Script lief ohne Fehlermeldungen durch. Ein Blick in die Datenbank zeigte dann aber, dass alle Umlaute gegen sonderbare Zeichen (Ü, „’, “, etc.) ersetzt wurden. Den größten Schreck bekam ich aber als ich sah, dass das Plugin auch die nicht zu Wordpress gehörenden Tabellen angetastet hat. Nicht nur das: Die kompletten Artikel waren ab dem ersten im Text vorkommenden Sonderzeichen einfach… gelöscht!
Nach dem ersten Schock löschte ich die komplette Datenbank um das Backup einzuspielen. Ausgerechnet dabei scheint aber auch ein Fehler aufgetreten zu sein, denn statt rund 1000 Blog-Artikeln waren nur noch rund 600 vorhanden. Das ist natürlich nicht dem Plugin in die Schuhe zu schieben, sondern einem Fehler beim Export. Gott sei Dank hatte ich noch das tägliche Backup auf einem meiner Backup-Server. Das spielte ich in die frische Datenbank ein um dann zu sehen, dass sich die Umlaute nicht mehr korrekt importieren ließen. Was dann folgte, war ein schier endloses Suchen und Ersetzen. Daher: Am besten nicht auf irgendwelche Plugins verlassen und erstmal prüfen, was die überhaupt in der Datenbank anrichten.
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12 Kommentare »
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Kommentar von Thomas vom 3.4.2008
Das erinnert mich daran mein letztes wordpress blog nach mephisto zu migrieren. Aber Datenbankzeugs mach ich immer erstmal auf meinem notebook und lad das ergebnis hoch wenn’s zufriedenstellend ist.
Kommentar von Tux vom 3.4.2008
Genau aus diesem und ähnlichen Gründen traue ich mich noch nicht an die neue Wordpress 2.5 heran. Obwohl ich auf die Standardinstallation und ausschließlich weit verbreitete Plugins setze bin ich mir ziemlich sicher, dass ausgerechnet bei meiner Installation so einiges schief laufen könnte (wird). Von daher warte ich noch auf 2.5.1 und darauf, dass meine Plug-In “Hersteller” grünes Licht geben.
Kommentar von Jonathan Hillebrand vom 3.4.2008
Oh ja die latin1 -> utf8 umstellung habe ich auch hinter mir. Zwar nicht für Wordpress, sondern nen eigenes System, aber hat auch eine schlaflose Nacht gekostet. Aber bin froh, dass ichs gemacht habe. Habe keine Probleme mehr mit Sonderzeichen.
Kommentar von Nico Schubert vom 3.4.2008
Kleiner Tipp beim nächsten Mal wenn du ein Backup von einer Mysql Datenbank machst, so nutze dazu das Tool Mysqldumper -> http://www.mysqldumper.de/ Das Tool hat absolut keine Probleme mit Umlauten oder Sonderzeichen und kann dir ohne Probleme jedes Backup ordnungsgemäß wieder einspielen. Grüße Nico
Kommentar von Paul vom 3.4.2008
Also ich kenne solche starkne Probleme nur von joomla und das war echt immer sehr beschiesen.
Kommentar von Oliver vom 3.4.2008
Nico, danke für den Tipp! Ich mache die Backups (wenn manuell) per Konsole, dabei achte ich natürlich schon immer auf das Charset. Was genau bei diesem daneben gelaufen ist, weiß ich auch nicht.
Kommentar von Nils_ vom 4.4.2008
Für diejenigen, die sich entweder mit Konsolenaktionen nicht so wohl fühlen oder nur den normalen Hosting-FTP-Zugang haben, kann ich Nicos Empfehlung nur zustimmen.
Ich nutze fast nur noch MySQLDumper und finde den deutschen Support in dem Forum für solche eine kostenfreie Software phänomenal.
In dem Forum gibt es auch einen sehr schönen detailierten Artikel zum Thema, der vielleicht dem ein oder anderen hilfreich sein kann: Die Umlautproblematik - was, wieso, was tun?
Kommentar von Frank vom 4.4.2008
Diese sonderbaren Zeichen (Ü, „’, “,) gehören zu UTF-8 dazu. Wenn ich Internetseiten schreibe mit HTML-KIT sehen die Umlaute im Quellcode genauso aus. Wichtig ist das der Webserver die Dateien im UTF-8 Format ausliefert, dann erscheinen auch die richtigen Umlaute. Bei mir funktioniert es jeden Falls wunderbar.
Kommentar von Lampen Peter vom 7.4.2008
Das ist natürlich immer ärgerlich, wenn es die Datenbank zerschießt. Aber jetzt funktioniert ja sicherlich wieder alles, oder?
Gruß Peter
Pingback von Umstellung auf UTF-8: Der Teufel liegt im Detail - Adult Webmaster Blog vom 7.4.2008
[...] vergangenen Wochenende habe ich sämtliche Blogs auf UTF-8 aktualisiert. Nach schwersten Problemen mit den Datenbanken und auch einigen verlorenen Daten, die durch ein Plugin verursacht wurden, dachte ich, die Updates [...]
Kommentar von Frank H vom 18.4.2008
Ich habe auch schon testweise wp 2.5 laufen. Und bekomme sowohl über SQL-Export als auch über das PlugIn Database-Backup die gleichen merkwürdigen Zeichen für die Umlaute: Kann das etwas mit der 2.5er-Version zu tun haben?
Kommentar von benck26 vom 1.5.2008
Hallo,
habe jetzt alle meine Blogs auf 2.5.1 umgestellt (von 2.3.1 auf 2.5.1). Wichtig ist dabei, dass die alte WP-Version bereits unter utf-8 läuft. Dann müsste die Umstellung problemlos funktionieren. Kann den MySQLDumper nur empfehlen.
Bin das erstemal auf diesem Blog…. wirklich toller Blog… hebt sich von den anderen wohlwollend ab…