Sommerurlaub und Wegfall von Penaltys

Der Beitrag wurde am 28. Juli 2008 von Oliver veröffentlicht

Passend zum Sommerloch habe ich mir mal einige Tage Urlaub gegönnt und es sehr langsam angehen lassen. Gerade jetzt in der ruhigen Sommerzeit fehlt es natürlich auch an Motivation. Die Optimierung für das Weihnachtsgeschäft ist schon erledigt und viel Neues gibt es in dieser Zeit sowieso nicht. Jetzt sitze ich wieder in der Hitze im Büro. So ist das Leben. Was mir aber positiv aufgefallen ist, ist dass Google anscheinend reihenweise Filter gelöst hat. Matt Cutts hat sowas wohl auch in seinem Blog angekündigt. Ich berichtete vor einiger Zeit über einen Fall, bei dem mir eine ziemlich alte und wertvolle Site von jetzt auf gleich ins Bodenlose gestürzt ist. Das ging über fast 6 Monate so. Es kam ausschließlich noch vereinzelter Traffic über die Image-Suche. Um mal klare Zahlen zu nennen, alles andere bringt ja nichts: Es handelt sich um eine Nischenseite, die über drei Jahre konstant >4.000 Uniques / Tag an Traffic aus der Google-Suche bekam. In der Nische gibt es nicht viel mehr Traffic zu holen. Die Site bekommt seit vielen Jahren täglich neuen, einzigartigen Content. Von einem auf den anderen Tag fiel die Site von >4.000 auf weniger als 300 Uniques / Tag. Alle Rettungsversuche schlugen fehl. Bis vor zwei Wochen. Von einem auf den anderen Tag ist sie wieder auf dem alten Niveau. Und um das mal in konkreten Zahlen auszudrücken: Die Site machte vorher >200 Euro / Tag und in der Zeit des Filters maximal 10 Euro. Noch deutlicher wird der Verlust, wenn man die 180 Tage rechnet. Da wären das normal 36k Euro. So waren es nur 1.800. Über 34k weniger. Natürlich ist das nur der Schnitt, aber man bekommt immer wieder (manchmal auch schmerzhaft) vor Augen geführt, wie mächtig Google ist.

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Das Ende der Sexheftchen

Der Beitrag wurde am 17. Juli 2008 von Oliver veröffentlicht

“Praline”, “Coupé”, “Neue Revue” – bald sind sie alle Geschichte. “Sex verkauft sich am Kiosk nicht mehr“, schreibt die “Welt”. Die “Coupé” vom Bauer-Verlag schafft es gerade noch auf eine mickrige Auflage von 44.406 Exemplaren. Die “Praline” ist schon lange beerdigt und die “Neue Revue” wurde auch erst vor Kurzem zu Grabe getragen. So manche Website hat mehr Besucher am Tag, als die “Heftchen” an Auflage haben. Die Sexheft-Industrie steckt knietief in der Krise. Das Aus für das Geschäft mit den “Homestorys” und Berichten à la “Peter S. arbeitet tagsüber als Callboy und nachts als Soldat in einer der geheimsten Spezialeinheiten Deutschlands” scheint ausgeträumt. Warum? Trägt das Internet die Schuld an dem langsamen Tod der Sexheftchen? Klar, zum Teil schon. Das “Format” hat einfach ausgedient. Heute wird nicht mehr heimlich auf der Toilette… sondern heimlich vor dem PC… Keine verklebten Seiten, sondern eine dreckige Tastatur… Keine heimliche Sammlung unter dem Bett, sondern eine allabendlich zu löschende Browser-History… Heute muss man(n) nicht mehr erklären, warum man ein Heft unter dem Kopfkissen hat, sondern was die Abbuchung auf dem Konto soll. Aber nicht nur die Verlage stöhnen, sondern auch die Onliner kommen langsam in ernste Bedrängnis. “Kaum noch Umsatz”, hört man. “So gut wie keine Neuabschlüsse mehr” liest man. Wer hat daran Schuld? Die “Tuben”? Diese Sexvideo-Datenkraken, die alles klauen, stehlen und verwursten und sich auf Kosten der Produzenten ein schönes Leben machen? Sind die Schuld? Wie wird die Zukunft? Wann steht in der “Welt”: “Sex verkauft sich im Internet nicht mehr”? Warten wir es einfach ab…

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Google AdWords Keyword Tool zeigt konkrete Zahlen an

Der Beitrag wurde am 8. Juli 2008 von Oliver veröffentlicht

Wie mehrere Blogs berichten, haben anscheinend einige Nutzer konkrete Zahlen zum Suchvolumen einzelner Keywords im beliebten Google AdWords Keyword Tool angezeigt bekommen. Dass Google über derartige Zahlen verfügt, ist ja kein Geheimnis, und dass Google den Webmastern immer mehr “Spy-Tools” an die Hand gibt, wie das erst kürzlich veröffentlichte Google-Trends-Tool für Websites, mit dem sie der Konkurrenz auf den Traffic-Zahn fühlen können, auch nicht. Ich weiß nicht, ob ich so richtig glücklich über das neue Feature im Google AdWords Keyword Tool sein soll. Ich habe dabei eher Bauchschmerzen und vermute, dass die Veröffentlichung der Zahlen eher zu mehr Spam und somit zu weniger Qualität im Index führen wird. Warum? Na ganz einfach: Es gibt so viele Keywords, die gar nicht erst auf dem Radar der Spam-SEOs aufgetaucht sind (besonders im Long-Tail), weil sie viel zu uninteressant erschienen. Die Keys liefern aber oft mehr und besseren Traffic, als die Top-Single-Keys. In diesen Bereichen haben sich viele Webmaster eine lukrative Existenz aufgebaut. In diesen Nischen finden sich oft nur wenige Wettbewerber, die hochklassigen Content anbieten und eher Hand in Hand arbeiten als sich gegenseitig Messer zwischen die Rippen zu stoßen (ich beobachte da zahlreiche Nischen und bin in vielen auch selbst aktiv). Wenn ich daran denke, dass in diesen Nischen nun AdSense-Wüsten und Low-Quality-Affiliates auftauchen, läuft es mir kalt den Rücken runter. Nicht das jemand denkt, ich mag keinen Wettbewerb. Es geht mir tatsächlich um die Qualität und um viele, viele kleine Webmaster (nicht nur im Adult). Nicht auszudenken: Da beauftragen größere Unternehmen erst recht Agenturen um sämtliche High- und Middle-Traffic-Keys abzugrasen (seien sie auch noch so uninteressant), mit einem dicken Budget Links zu kaufen und mit billigem Content die Serps einzunehmen. Hauptsache Traffic und wenn man ihn mit AdSense monetarisiert, weil man keine Ahnung hat. So richtig kann ich mich also mit der Veröffentlichung der Zahlen nicht anfreunden. weiterlesen …

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