Die Partnerprogramm-Drücker

Der Beitrag wurde am 10. Dezember 2010 von Oliver veröffentlicht

Da platzt einem wirklich der Kragen! Es hat sich ja irgendwie eingebürgert, dass man mit erfolgreichen Websites ständig mit irgendwelchen Affiliate-Angeboten bombardiert wird. In der Regel wird das entweder direkt abgelehnt oder aber ich verweise einfach auf die Werbepreisliste. Wenn wir ein Affiliate-Programm bewerben, dann wählen wir das selbst aus. Offenbar haben die “Partnerprogramm-Drücker” mittlerweile dazugelernt. Ein Beispiel: In der vergangenen Woche erhielt ich eine Anfrage eines großen, in ganz Europa tätigen Unternehmens, bei dem man eigentlich denken würde, dass sie die paar Hundert Euro pro Monat aus der Portokasse zahlen würden. Nichts da. Nach einem sehr gut kalkulierten Angebot kam die Nachfrage, ob man da nicht noch etwas am Preis machen könne. Klar, warum nicht. Es besteht ja immer die Möglichkeit, dass es zu einer langfristigen Zusammenarbeit kommt. Also 20% runter bei verlängerter Laufzeit.

Jetzt gekauft? Natürlich nicht. Immer noch zu teuer. Gut gut, dann eben noch ein Versuch. Wir waren jetzt auf einem Level angekommen, auf dem ich schon leichte Bauchschmerzen bekam, zumal alle anderen Kunden den Normalpreis zahlen und das gerne. Das Paket war richtig gut und ein echtes Schnäppchen, da die Site (im Non-Adult) richtig gute Conversions liefert. Nun ja. Natürlich wurde auch dieses Angebot nicht angenommen. Dafür kristallisierte sich jetzt heraus, dass man das ja am liebsten von Anfang an über das Affiliate-Programm abgerechnet hätte. Da würde ich ja schließlich mitverdienen (16%) und man könnte das quasi erstmal “testen”. Ne, is klar. Leider ist das mittlerweile kein Einzelfall mehr.

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8 Kommentare »

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  1. Gravatar of Uwe

    Kommentar von Uwe vom 11.12.2010

    Das man von Dir auch mal wieder was liest :-) schön.

  2. Gravatar of Michelle Goldmayer

    Kommentar von Michelle Goldmayer vom 15.1.2011

    Klar ist solche Werbung Mist. Wenn man davon betroffen ist, kann man ganz schnell einen Hass auf die ganze Werbebranche bekommen. Aber es ist nun mal leider so: das Internet lebt, jedenfalls derzeit noch von Werbung, in Verlinkungen, Partnerprogrammen usw. Ist doch alle Mal besser, als für jede Seite zahlen zu müssen. Und die Leute in den Firmen, diese Aufträge einholen müssen, müssen wir auch von was leben. Und so dreht sich das Ganze wieder im Kreis.

  3. Gravatar of Handylicious

    Kommentar von Handylicious vom 4.3.2011

    Das kenne ich nur zu gut, bei manchen angeboten könnte ich direkte an die decke gehen. Neulich habe ich meine Preise rausgeschickt, worauf ich als antwort bekommen habe, dass meine Preise total unrealistisch seien (die Seite ist so gut wie immer ausgebucht) und dass ich maximal 20% von meinem Preis verlangen könnte!

  4. Gravatar of Michael

    Kommentar von Michael vom 4.3.2011

    Die großen Fische denken freilich, dass ihre Größe für sie eine einzige Rabattkarte ist. Oder vielleicht sind sie deshalb so groß geworden, eben weil sie gespart haben wo es ging?

  5. Gravatar of Mathias Flensburg

    Kommentar von Mathias Flensburg vom 29.3.2011

    Moin,

    vielen Dank für den Beitrag. Wir erhalten auch hin- und wieder (in letzter Zeit häufige) fragwürdige Angebote, mit den wir uns anfangs sogar beschäftigten, weil es sich gut las. Aber allmählich nervt es und der Artikel hat uns bestärkt, uns erstmal nicht weiter mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Vielen Dank für die ehrlichen Worte.

  6. Gravatar of Tim Sprit

    Kommentar von Tim Sprit vom 6.4.2011

    Hallo zusammen,

    die Ursache für dieses Klinkenputzen liegt sowohl meistens an der Unwissenheit der Webseitenbetreiber. Natürlich ist es verständlich, dass man mit erfolgreichen Seiten auch die Unkosten deckt bzw. etwas Gewinn machen möchte. Weiterhin weiss eigentlich keiner, wie hoch ein angemessener Preis ist, da Vergleiche meistens fehlen. Somit versuchen unseriöse, Werbeplätze so günstig wie möglich einzukaufen und langfristige Knebelverträge abzuschließen. Ich bin mir aber sicher, dass sich dieser Markt auch bald anpasst, den nichts ist so transparent wie das Internet. Manchmal reicht nur googeln, um unseriöse Anbieter schnell zu entlarven. Bei Anbietern, die erst Monate tätig sind, wäre ich ohnehin sehr skeptisch, da es eine Masche ist, ständig neue Firmen zu gründen, um eine Recherche zu erschweren.

  7. Gravatar of Tobias

    Kommentar von Tobias vom 3.10.2011

    Naja, 16% Provision (je nachdem um was für Produkte es geht) ist schon relativ hoch. Aber ich kann Dich schon verstehen, viele renommierte Unternehmen und Websites denken, dass sie quasi umsonst ihre Werbung kriegen. Mich hat schon mehrfach eine Dame von finanzen.de angeschrieben, ob sie bei mir für einmalig 60€ einen Gastartikel veröffentlichen könne (natürlich mit einem “Spam-Link”). Klar, sie profitieren dauerhaft durch den Link und ich muss dauerhaft mit deren “Müll” im meinem Blog leben. Und das für 60€. Das Problem ist, dass viele Webseitenbetreiber sich auf so etwas einlassen, und so die Preise drücken.

  8. Gravatar of Daniel

    Kommentar von Daniel vom 16.5.2012

    Ein handeln über die Preise ist ja normal aber eigentlich sollte beide Parteien wissen wo ungefähr ein Fairer Preis liegt. Es muss aber wohl viele Seiten geben, die im Preis runter gehen. Nervig ist es aber allemal.

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