Xing ist nicht mein Ding

Der Beitrag wurde am 19. Januar 2008 von Oliver veröffentlicht

Zu Anfang jeden Jahres gehe ich immer mal wieder die ganzen Abonnements und Mitgliedschaften durch, die sich da so auf der Kreditkarte angesammelt haben. Was nicht mehr benötigt wird, wird gekündigt, ansonsten kostet die KK-Abrechnung immer so viel Porto. Ich weiß auch nicht, aber unter dem Jahr kündige ich den ganzen “Schrott” irgendwie nie, ich hätte mich gerne als Kunde. Bequemlichkeit? Vergesslich? Ich weiß es nicht, jedenfalls ist diesmal ein Abo darunter, das ich schon seit 4 Jahren habe und das sich irgendwie nie so recht rentiert hat: Xing/OpenBC Premium. Ich weiß nicht, ich glaube, dass dieses ganze tolle “Networking” nix für mich ist. Ich mache mein Business lieber auf die alte Tour. Die wertvollen Kontakte, die sich über Xing & Co. ergeben haben, lassen sich an einer Hand abzählen. Es kamen zwar mal hier und da Angebote für Beteiligungen rein (ich hatte und habe Kapital zu vergeben), allerdings bekomme ich den Schrott auch so zu Hauf per Mail angeboten – unaufgefordert. Hat man dann mal jemanden, den man kontaktieren möchte, dann handelt es sich auch oft genug um Karteileichen (Aktivität: 10%). Tja, und die Gruppen? Da kann ich auch in den einschlägigen Foren nachsehen und bin auch gut informiert. Einzig meine voyeuristische Ader wird ein wenig befriedigt, wenn ich mal wieder nachsehe, wer sich denn da so auf meinem Profil rumgetrieben hat und wie er das getan hat (Suche nach Name, Biete, Suche, etc.) Ne, Xing, Facebook, Twitter & Co ist nichts für mich.

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The Good, the Bad and the Ugly

Der Beitrag wurde am 5. Januar 2008 von Oliver veröffentlicht

Ich verzichte in diesem Beitrag mal ganz bewusst auf die Nennung des Namens YouP., weil mir der Freeloader-Traffic so langsam aber sicher auf den Nerv geht und ich es bis jetzt absolut nicht nachvollziehen kann, wie man sich für diesen miesen Traffic prostituieren kann. Anscheinend haben das ja jetzt schon selbsternannte “ProBlogger” nötig (man achte auf den Titel des Blogs: “Blog Tipps bloggen Geld verdienen YouP.”). Für ein paar zusätzliche Besucher fallen anscheinend bei vielen “Profis” die letzten Kleider Hemmungen. Spaß bei Seite, mir gefällt die Diskussion um die illegalen Freeloader-Portale wie YouP., die sich so langsam aber sich im US-Adult-Business entwickelt. Während YouP. zu einem großen Teil mit geklautem, bzw. nicht lizensierten Content um die Gunst der Freeloader buhlt und dabei nicht zu verachtende Werbeeinnahmen auf Kosten der Rechteinhaber verbuchen kann, arbeiten andere Portale teils mit Zustimmung der Rechteinhaber und teils mit Revshare-Modellen. YouP. ist eine Bedrohung für das Business, ja, das muss man zugeben. Allerdings nicht direkt wegen der abwandernden User, sondern wegen des gestohlenen Contents, der den Rechteinhabern (zum Teil kleine Publisher) auf den eigenen Paysites keinen Gewinn mehr einbringt, weil er schon gratis im ganzen Netz verteilt ist. Wer zahlt denn noch für ein Brot, wenn er es beim Bäcker nebenan gratis bekommt? Natürlich entfernt YouP. wohl auf Druck hin geklaute Inhalte, aber da ist der Schaden ja meistens schon entstanden. Was macht man also mit einem so erfolgreichen Portal, bei dem der Inhaber nicht so leicht zu fassen ist? weiterlesen …

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NATS gehackt: Tausende Datensätze von Porno-Konsumenten gestohlen

Der Beitrag wurde am 2. Januar 2008 von Oliver veröffentlicht

Für die, die NATS nicht kennen: NATS ist eine sehr weit entwickelte Affiliate-Software von Too Much Media, die von einem Großteil der internationalen Adult-Webmaster Partnerprogramme zur Verwaltung von Affiliates, Mitgliedsbereichen und Kundendaten eingesetzt wird. Seit einiger Zeit gab es schon das Gerücht, dass die Server von Too Much Media gehackt und zahlreiche Admin-Logins von Kunden, die NATS auf ihren Servern einsetzen, gestohlen wurden. Lange Zeit wurde das Gerücht von TMM dementiert, jetzt ist es aber offiziell von John Albright, Inhaber von TMM, bestätigt worden. Der Vorfall ereignete sich im Oktober des vergangenen Jahres. Ein unbekannter Angreifer soll die Server von TMM gehackt haben und mit den gestohlenen Admin-Logins – mit denen TMM normalerweise Zugriff auf die Installationen der Partnerprogramme hat, um diese zu warten – komplette SQL-Dumps der Kunden gezogen haben. Bekannt wurde das Sicherheitsloch, als ein Webhoster bei einem Check eines Kunden, der NATS einsetzt, ungewöhnliche Zugriffe über den Admin feststellte und seinen Kunden darauf aufmerksam machte. Da einige der größten Adult-Partnerprogramme betroffen sind, dürfte die Zahl der betroffenen Datensätze in die Zehntausende gehen. Laut einigen inoffiziellen Berichten sollen aber nicht nur die Daten der Kunden, sondern auch die der Affiliates betroffen sein, inklusive der Daten für die Auszahlungen. In der Pressemitteilung von TMM wurde jedoch mitgeteilt, dass die Kreditkartendaten der Kunden nicht betroffen sind. Macht das einen Unterschied? weiterlesen …

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Das war 2007 im Adult-Business

Der Beitrag wurde am 30. Dezember 2007 von Oliver veröffentlicht

Ich denke, genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um mal das vergangene Jahr rückblickend zu betrachten. Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit dem vergangenen Jahr. Die Kurve zeigt nach oben, was will man also mehr. Im Adult-Business hat sich eigentlich in diesem Jahr kaum etwas verändert. Wie in fast jedem Jahr gab es jemanden, der anderen ihren Erfolg nicht gegönnt und permanent versucht hat, mit Gerichten und Sperrungen von Websites seine Idealvorstellung des Internets mit aller Macht durchzusetzen. Das hat bis jetzt nicht geklappt und wird auch im kommenden Jahr nicht klappen. Dann gab es da noch den großen Streit um das Thema AVS vor dem BGH, der eigentlich aber vielmehr ein Streit zwischen zwei Konkurrenten, der Coolspot AG und der ehemaligen Erodata GmbH (heute ResitoIT GmbH), war. Der Ausgang ist bekannt und das Thema ist damit durch. Der User-Generated-Content hat seine Erfolgsgeschichte in Gestalt von YouPorn & Co fortgesetzt. Im vergangenen Jahr sah ich ein schnelles Aus für Communitys dieser Art – ich muss zugeben, dass ist damit falsch lag. Trotzdem sehe ich für das kommende Jahr vermehrt rechtliche Probleme (insbesondere in den USA) für die See-For-Free-Communitys (eine passende Wortschöpfung) wie YouPorn und Pornotube. Letztere bekommt aktuell schon erste Ausläufer davon zu spüren. Für das kommende Jahr erwarte ich auch ein Zusammenschrumpfen des Marktes für Amateur-Communitys a la Privatamateure oder MyDirtyHobby. Die großen werden sich durchsetzen, aber nur einer zum Global Player. Ich denke, dass MDH das Rennen machen wird. Der Trend zum realen Amateur-Content wird sich noch eine Weile fortsetzen, obwohl es den ja schon seit mindestens 1995 gibt. In Zukunft gibt es im Business immer mehr Einzelspieler, aber nur sehr wenige, die auch davon leben können. Der Anteil vom Kuchen wird für die Großen wieder größer und für die Kleinen immer kleiner. Ich würde mich wünschen, dass es wieder mehr Invite-Only-Partnerprogramme geben würde. Manche PPs praktizieren diese exklusiven Geschichten ja schon seit einiger Zeit mit Erfolg. Was uns wirklich erwartet, da müssen wir wohl abwarten. Eine große Frage quält mich im Bezug auf 2008 dann aber doch noch: Bekommt mein Blog den PageRank zurück? ;-) Ich wünsche allen meinen Lesern jedenfalls schon einmal einen guten Rutsch ins neue Jahr und den größtmöglichen Erfolg für 2008. Wir lesen uns!

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Steueränderungen 2008: Jetzt noch investieren?

Der Beitrag wurde am 17. Dezember 2007 von Oliver veröffentlicht

Kleine Erinnerung: Ab 2008 gibt es ja Änderungen in der Absetzbarkeit von geringwertigen Wirtschaftsgütern: Die Grenze für die sofortige Absetzbarkeit wird von 401 Euro auf 150 Euro gesenkt. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis zwischen 150 Euro und 1000 Euro werden in einem Sammelposten zusammengefasst und gemeinsam über fünf Jahre hinweg linear abgeschrieben. Den Abschreibungspool kann man nicht verändern. Der Verkauf, die Abnutzung oder der Wertverfall der Wirtschaftsgüter hat keinen Einfluss auf den Sammelposten. Wer also ein Wirtschaftsgut für 500 Euro erwirbt und es ein Jahr später verkauft, muss den Erlös buchen und darf andererseits das im Sammelposten stehende entsprechende Wirtschaftsgut nicht ausbuchen. Wer noch Einrichtungsgegenstände, ein Fax oder Ähnliches benötigt, sollte die Tage noch nutzen.

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Penthouse schnappt sich AdultFriendFinder für $500 Millionen

Der Beitrag wurde am 12. Dezember 2007 von Oliver veröffentlicht

In letzter Zeit suchen die alten Dinos der Branche, wozu ich auch Penthouse zähle, verstärkt nach neuen Märkten um die rückläufigen Umsätze im Geschäft mit Videos / DVDs zu kompensieren. Da lacht sich so manche “Old-Economy”-Firma ein junges und umsatzstarkes Web-Unternehmen an, um die Geschäftszahlen wieder zu sanieren. Seit einiger Zeit hat AdultFriendFinder.com, wohl die größte Adult-Dating-Community, nach einem Käufer gesucht. AdultFriendFinder macht laut Angaben von Insidern einen Jahresumsatz von rund $300 Millionen Dollar, verfügt über 260 Millionen registrierte Mitglieder, wovon 1,2 Millionen ein Abo besitzen. Penthouse zählte von Beginn an zu den möglichen Käufern und so ist es jetzt auch gekommen: Die Penthouse Media Group übernimmt die Various Inc. (AFF) für stattliche $500 Millionen Dollar. Eine überraschende Entwicklung, schließlich stand Penthouse 2004 schon vor dem Bankrott, wurde dann aber von einer Gruppe (PET Capital Partners), die aus privaten Investoren besteht, vor dem Aus gerettet. Ein wahnsinns Deal. Mal abwarten, was Penthouse aus AFF macht.

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PornoTube: Vivid verklagt AEBN wegen Urheberrechtsverletzungen

Der Beitrag wurde am 12. Dezember 2007 von Oliver veröffentlicht

Es war nur eine Frage der Zeit, bis mal einer auf den Tisch haut: Video-Gigant Vivid lässt sich die Urheberrechtsverletzungen auf den bei den Usern so beliebten Video-Portalen nicht länger gefallen und verklagt die AEBN Inc. (PornoTube) auf die maximal mögliche Summe von $150.000 Dollar pro Fall. Insgesamt möchte man $4,5 Millionen Dollar für den entstandenen Schaden haben. Bei einigen wird es im Zusammenhang mit Vivid und Video-Portalen klingeln. Vivid hatte kürzlich erst mit YouPorn über eine Übernahme verhandelt (bzw. YouPorn trat mit einem Angebot an Vivid heran), kam aber zu dem Schluss, dass es sowohl wirtschaftlich als auch rechtlich keine Option für das Unternehmen ist. Vivid greift AEBN aber nicht nur wegen des Urheberrechts an, sondern auch wegen der 2257-Regelung in den USA, die besagt, dass jedes Unternehmen, das Fotos und Videos anbietet, zu jeder Zeit nachweisen kann, dass die Darsteller zum Zeitpunkt des Shootings volljährig waren. Dazu gehören Verträge, Ausweiskopien, etc. Die kann ein Web 2.0-Portal, das Video-Uploads durch User zulässt, nicht vorweisen. Eigentlich sind solche Portale aber von der 2257-Regelung ausgenommen. Vivid beklagt jedoch, dass AEBN dadurch einen unfairen Wettbewerbsvorteil hätte. Was dabei rauskommt, wird man sehen. Es könnte aber auch Folgen in Richtung YouPorn & Co haben.

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YouPorn für $20.000.000? Ne, lasst mal stecken

Der Beitrag wurde am 28. November 2007 von Oliver veröffentlicht

Ich schrieb vor etwa einem Jahr, dass ich keine Zukunft für Sites wie YouPorn sehe. Auf Portfolio.com gibt es jetzt einen sehr interessanten Artikel rund um das Thema “User generated Content” und die Umsatzeinbrüche, die das Offline-Business dadurch erleidet. Es geht zum Beispiel um den vergeblichen Versuch der Besitzer, YouPorn an Vivid oder AEBN zu verkaufen. Beide haben abgelehnt. Verlangt wurden $20.000.000 USD. Wenn ich mir die Umsätze ansehe, die YouPorn mit Werbung erwirtschaftet ($120.000 / Monat, wenn die Angaben stimmen), kann man sich auch denken warum. Man kann einfach kein Geld mit den Sites verdienen. Wer sich Free-User züchtet, der kann auch nicht erwarten, dass jemand bereit ist für mehr zu zahlen. Am Ende des Beitrags spricht der Betreiber von einem möglichen Abo-Modell für YouPorn: “If we have 100 million users, and if just 1 percent of them give us $10 per month, we will have $120 million in revenue.” Eine Umstellung auf Pay würde mit 99%iger Sicherheit die Abwanderung der User zu anderen Portalen zur Folge haben. Beispiele aus der Geschichte gibt es da genug. Wenn ich das mit dem Abo lese, frage ich mich, von was für Dumpfbacken YouPorn betrieben wird. Nichts aus dem TGP-Modell gelernt? Nichts anderes sind YouPorn & Co, nur in leicht abgeänderter Form. Viel Traffic mit kostenlosen Inhalten anlocken und versuchen den einen oder anderen Usern dazu zu bewegen, ein Abo auf irgendeiner Site abzuschließen. Wo ist der Fehle? Free-User zahlen schlecht. Richtig schlecht. Richtig übel schlecht. Es gibt zwar relativ erfolgreiche Beispiele in der TGP-Szene (z.B. TheHun), jedoch sind die “Yellow Pages” keine Trafficfresser vor dem Herrn wie das bei YouPorn der Fall sein muss. Traffic kostet Geld und das will erstmal ordentlich verdient sein. Schaut man sich den Traffic von YouPorn an (Alexa Platz 1), kann man sich auch in etwa vorstellen, wie hoch die Kosten für das Hosting sind. Ich sehe keinen Käufer für YouPorn am Horizont. Mal ganz von der Jugendschutzproblematik in den USA abgesehen, die den Betrieb von YouPorn für US-Unternehmen so gut wie unmöglich macht.

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