Captcha-Fail bei der Denic

Der Beitrag wurde am 4. Mai 2010 von Oliver veröffentlicht

Was ist denn mit der guten alten Denic los? Ich beziehe mich da insbesondere auf die Captcha-Abfragen während der Whois-Abfrage. Wenn ich nicht seit über zehn Jahren mit Begriffen dieser Art zu tun gehabt hätte, wäre ich empört. Ich muss anmerken, dass es sich bei der abgefragten Domain keineswegs um eine mit Adult-Inhalten handelt, sondern um eine ganz gewöhnliche. Tipp an die Denic: Unbedingt mal die Captcha-Datenbank aufräumen und solche Begriffe löschen. Andere Webmaster erhalten für sowas gleich eine Abmahnung – in Deutschland.

fisting

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Google Genetics AVS

Der Beitrag wurde am 26. Januar 2008 von Oliver veröffentlicht

Ich möchte noch nicht viel verraten, aber das absolut rechtssichere AVS ist auf dem Weg und es kommt quasi von Google und trägt den unscheinbaren Namen 23andme.com. In der letzten Zeit gab es schon einiges an Berichterstattung über das “Du gibst mir ein wenig Speichel von dir und ich sage dir wer du bist”-Gen-Programm von Sergey Brins Frau, Anne Wojcicki, doch erst jetzt wird langsam klar, dass der Eingriff Googles in die Genome der Menschen, die noch $1000 Dollar für einen Test zahlen müssen, die Lösung für die Probleme der Adult-Webmaster ist. Vergesst den Persocheck, Face2Face oder Post-Ident, jetzt kommt der Gen-Test! Da die Gene irgendwann online verfügbar sein werden (in irgendeiner Google-Datenbank, schließlich hosten die 23andme), wird es auch eine Gen-API geben, die gegen eine Gebühr von 3-5 Cent pro Abfrage alle Daten einer Person zurückliefert. Im Vorfeld muss man sich als Unternehmen registrieren um für bestimmte Abfragetypen freigeschaltet zu werden. Krankenkassen und Arbeitgeber können Zugriff auf Krankheiten, etc. bekommen, Adult Webmaster auf das Alter der Person. Gegen eine geringen Aufpreis pro Abfrage bekommt man auch noch die zum Teil genetisch festgelegten sexuellen Vorlieben der Kunden über die API mitgeteilt. weiterlesen …

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Arcor die Nächste: Huch beantragt beim LG Frankfurt die Sperrung von Google.de und Google.com

Der Beitrag wurde am 4. Dezember 2007 von Oliver veröffentlicht

Für die, denen diese Nachricht eventuell durch den Feedreader geschlüpft ist: Arcor soll in Zukunft nicht nur YouPorn sperren, sondern auch gleich Google.de und Google.com. Das verlangt zumindest Tobias Huch in einem Eilantrag, den er über seine Huch Medien GmbH beim Landgericht Frankfurt eingereicht hat. Grund für den Eintrag: In Googles Bildersuche sind ungeschützt pornografische Bilder abrufbar, zum großen Teil auch solche, die nach den deutschen Gesetzen generell verboten sind (Sodomie). Natürlich verfolgt die Aktion von Huch nicht wirklich das Ziel, Arcor zur Sperrung von Google zu verdonnern, sondern vielmehr das, eine grundsätzliche Klärung in Sachen Sperrungen herbeizuführen. Das Langericht Frankfurt hatte erst vor kurzer Zeit Arcor auferlegt, die Site YouPorn zu sperren. Jetzt kann das Gericht zeigen, ob es bei seiner Auffassung von damals bleibt oder ob es sich doch selbst unglaubwürdig macht. weiterlesen …

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Nächste Niederlage für Kirchberg: LG Kiel sagt Nein zur Sperre

Der Beitrag wurde am 23. November 2007 von Oliver veröffentlicht

In diesem Fall wollte die Kirchberg Logistik GmbH dem Provider Kielnet und seinen Kunden einen Porno-Sperre für YouPorn und Privatamateure verpassen. Das LG entschied dagegen und hat den Antrag auf eine einstweilige Verfügung zurückgewiesen (AZ.: 14 O 125/07). Privatamateure wurde gleich komplett aus dem Verfahren genommen und bei YouPorn sieht das Gericht keine Veranlassung dazu, den Mini-Provider Kielnet zur Sperrung zu zwingen. Die Kieler Richter sind auf Zack: “Kielnet sei weder “Täter noch Teilnehmer” an den beklagten Verstößen gegen Auflagen zum Jugendschutz. Der Provider betreibe weder die angesprochenen IP-Adressen, noch halte er die Seiten auf eigenen Servern zum Abruf bereit. Seine Leistung sei vielmehr inhaltsneutral und verfolge in diesem Fall auch keine eigenen oder fremden Wettbewerbsinteressen.”, schreibt heise zur Argumentation der Richter. Die war bestimmt nicht die letzte Niederlage für Kirchberg & Co. Ich vermute die nächste gegen Arcor. Bestimmt.

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Arcor legt gegen YouPorn-Sperre Widerspruch ein

Der Beitrag wurde am 22. November 2007 von Oliver veröffentlicht

Hat man also doch “Eier” bei Arcor? Ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt und eher vermutet, dass man sich den Maulkorb der Kirchberg-JuGuard-Connection wehrlos verpassen lässt. Nun ist dem aber nicht so – gut so! Arcor meint: Es könne nicht sein, dass ein Provider verpflichtet werde, das Angebot zu blockieren, während andere dies nicht tun müssten. “Das wollen wir prüfen lassen”. Die Formulierung geht mir zwar ein bisschen in die falsche Richtung (warum muss ein Provider überhaupt mündigen Bürgern unschädliche Vollerotik vorenthalten?), aber es ist immerhin ein Anfang und vielleicht hat das mehr Erfolg, als die Argumentation, dass das alles überhaupt vollkommen unsinnig ist. Ich tippe ob meiner guten Laune auf eine weitere Niederlage für Kirchberg. weiterlesen …

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BGH: Tobias Huch verliert und doch bleibt alles beim Alten

Der Beitrag wurde am 20. Oktober 2007 von Oliver veröffentlicht

Es kam in der Tagesschau und fast jede Zeitung hat über den Fall berichtet: Tobias Huch und Roland Bongartz werden in diesem Leben sicher keine Freunde mehr, das ist aber sicher nichts neues. Die Resisto IT GmbH (ehemals erodata, über18) und die Coolspot AG (xcheck) streiten sich seit ewigen Zeiten von Instanz zu Instanz. Jetzt war vorerst der Gipfel erreicht: der BGH. Es ging darum, ob eine Prüfung der Pesonalsausweisnummer in Kombination mit anderen Checks zur Altersprüfung ausreicht, oder ob es dann doch etwas mehr, wie zum Beispiel PostIdent, sein muss. Es kam wie es kommen musste: Bongartz und seine Coolspot AG haben gewonnen – vorerst. Auch wenn mir die komplette Urteilsbegründung noch nicht vorliegt, sind schon einige Details veröffentlicht worden. Bei der Argumentation von über18 wurde u.a. vorgetragen, dass ein so hohes Schutzlevel keinen Sinn mache, weil ungeschützte Angebote in Massen ohne Schutz frei verfügbar sind. Dem folgten die Richter nicht. Im Gegenteil: Die Richter sind der wahnwitzigen Auffassung, dass auch ausländische Seiten sich an die deutschen Gesetze zu halten haben, es den deutschen Behörden nur an Möglichkeiten fehle, diese rechtlich zur Rechenschaft zu ziehen. DAS kommentiere ich jetzt mal nicht, sonst rede ich mich noch um Kopf und Kragen. Was ist das Fazit? Es bleibt alles beim Alten, schließlich sind die meisten Unternehmen schon aus Deutschland weg. Xcheck macht durch das Urteil keinen Cent mehr Umsatz und Huch verliert eigentlich auch nichts. Die Firmen, die aus Deutschland operieren, halten sich entweder an die Gesetze oder verabschieden sich über Kurz oder Lang ebenfalls. Dann können ruhig alle Websites aus Deutschland heraus gesperrt werden und keiner interessiert sich mehr dafür. Mehr fällt mir dazu einfach nicht ein.

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Stasistan 2.0: Richter vom Landgericht Frankfurt stehen nicht auf YouPorn und schwingen die Zensurkeule

Der Beitrag wurde am 20. Oktober 2007 von Oliver veröffentlicht

Die Kirchberg Logistik GmbH (die selbst wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz verurteilt wurde) hat wieder zugeschlagen! Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich denken, ich bin heute morgen in der DDR aufgewacht. Die Richter des Landgerichts Frankfurt scheinen gar keine Fans von YouPorn & Co. zu sein und haben eine einstweilige Verfügung gegen Arcor erlassen, die jetzt für ihre 2,4 Millionen Kunden das beliebte Feierabendprogramm für Männer jeden Alters sperren müssen. Noch wurde Arcor die Verfügung nicht zugestellt. Wollen wir mal hoffen, dass Arcor sich wehrt und nicht weiterhin mit dem Videotheken-Verein kuschelt. Die Auswirkungen wären nicht nur für Arcor äußerst unangenehm und führten direkt und ohne Umwege in eine totale Zensur auf Ebene der Zugangsprovider. “Wir wollen eine Klärung, keinen Krieg”, sagte Video-Buster-Geschäftsführer Mario Brunow. Den haben Sie schon, Herr Brunow.

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Venus 2007: Hausverbot für Grebenstein und Bruno

Der Beitrag wurde am 1. Oktober 2007 von Oliver veröffentlicht

Der selbsternannte Jugendschützer Andreas Grebenstein erleidet momentan einen Rückschlag nach dem anderen. Zuerst gab es vor Gericht eine sprichwörtliche “Klatsche” von der Cybermaxx GmbH, dann hob Arcor die von Grebenstein und seinem “Jugendschutzverein” JuGuard e.V. geforderte Sperre der Websites von YouPorn, Privatamateure und anderen internationalen Angeboten wieder auf und jetzt bekommt er offizielles Hausverbot auf der Venus, der größten Messe der Branche. Da Herr Grebenstein und Mario Brunow nun nicht auf der Messe erscheinen werden, sollte ein reinbungsloser Ablauf der Messe gewährleistet sein. Ein richtig mutiger Schritt von Messeleitung, die Grebenstein vorab ein Ultimatum zur Abgabe einer schriftlichen Erklärung geschickt hatte, in der er erklären sollte, dass der “Jugendschutzverein” nicht gegen die Teilnehmer der Messer – auf der Messe – unternimmt. Meiner Meinung nach geht das alles noch nicht weit genug. Man hätte auch die Mitglieder dieses Pseudo-Jugendschutzvereins ausladen sollen. Nur so kann man ein deutliches Zeichen gegen solche Praktiken senden, aber leider wissen manche Mitglieder noch nicht mal, was sie da mit ihrem Geld unterstützen. Na ja, ein Teilerfolg.

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