Der SEO-Profi und der Linktausch

Der Beitrag wurde am 18. März 2008 von Oliver veröffentlicht

Ab und an kommt es vor, dass mir die eine oder andere Anfrage für einen Linktausch ins Haus flattert. In der Regel gebe ich dem Verfasser der Mails eine Chance und lese sie mir kurz durch. Leider ist es ja so, dass man sich das in 99 Prozent der Fälle getrost sparen kann. Diesmal war das Angebot aber ganz ok. Die Anfrage kam von einem (kein Spaß) “SEO-Experten”, so stand es jedenfalls in der Signatur der E-Mail. Er wollte einen Link von der Startseite einer meiner liebsten (und lukrativsten) Sites. Ich schrieb, dass das leider nicht geht und maximal ein relevanter Link von einer Unterseite möglich wäre. Ich hätte damit auch kein Problem gehabt, schließlich hat er wirklich guten Content. Statt das Angebot anzunehmen, kam eine patzige E-Mail zurück, in der er die Domain madig machte. Die sei ja “so schwach” und habe eine so niedrige “Domain-Pop” im Gegensatz zu seiner Domain. Ich war mir jetzt nicht mehr sicher, ob er mich meinte oder die E-Mail irgendwie an den falschen Empfänger versendet wurde. Ich hakte nach. Sie war tatsächlich für mich bestimmt. Er war sauer, dass er keinen Link von der Startseite bekommen kann. Zum Thema “schwache Domain” teilte ich ihm dann mit, dass er da doch noch weiterlesen …

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Awards als Linkbait: Wie hoch ist euer Preis?

Der Beitrag wurde am 18. Juli 2007 von Oliver veröffentlicht

Ich habe hier kürzlich mal über die Nominierung eines meiner Blogs zum Passionate Commerce Award von Ecato berichtet. Auch Hitflip hatte ja vor einiger Zeit mit der Blogitzeljagd einen richtig erfolgreichen “Linkbait-Award” veranstaltet. Zum Ausgang der Wahl zum Passionate Commerce Award sei noch kurz angemerkt: Das Blog hat zwar mit großem Abstand die Jury-Wahl gewonnen, ist aber bei den “Usern” nur auf Platz 3 gelandet. Das Resultat des Awards für mich: Der Backlink von Passionate Commerce, 80 Besucher von Passionate Commerce (etwa 1/11 des normalen Tagesdurchschnitts an Uniques des Blogs) und diese schmucke Grafik. Einen Preis gab es ja nicht zu gewinnen, ist ja auch nicht tragisch und ich möchte den eigentlich Sinn, der hinter diesem Award steckt, auch nicht angreifen. Es ist aber schon nicht zu bestreiten, dass der Award nur für Ecato etwas gebracht hat, nämlich einige Links und Aufmerksamkeit. Was ich mich aber grundsätzlich gefragt habe: Wie hoch muss der Preis sein, dass ihr an einem Award teilnehmt, darüber in eurem Blog berichtet und auch linkt? Ist die Skepsis gegenüber solchen Awards in Zeiten des großen Linkbaits generell gestiegen oder verfahrt ihr nach dem Motto: “Für Geld linke ich alles!!” Würde mich mal interessieren, denn ich untersuche gerade mal einige Awards der letzten Zeit auf den Nutzern für die teilnehmenden Blogs und die Veranstalter.

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Squidoo: Wenn Linsen verschwinden

Der Beitrag wurde am 22. Mai 2007 von Oliver veröffentlicht

Squidoo ist war ja eigentlich eine schöne Möglichkeit, mit ein wenig Arbeit und Pflege einer “Experten-Linse” an kostenlose Backlinks zu kommen. Ich sage deshalb “war”, weil irgendwie ist da Schicht im Schacht, die Linse ist blind geworden. Das ist zumindest bei den kleineren Linsen so, die nicht von der Startseite von Squidoo aus verlinkt sind. Ich habe die Linse zum Thema “Adult Webmaster”, die ich derzeit mal zum Test angelegt hatte, seit letztem Jahr von der Sidebar aus verlinkt. An der Struktur der URL hat sich in dieser Zeit jedenfalls nichts geändert. Die Linse hatte einen PR von 4. Jetzt ist der Balken schon einige Zeit grau. Auch im Google-Index sind die Linsen nicht mehr aufzufinden. Es betrifft aber nicht nur diese Test-Linse, sondern auch einige andere Accounts. Ob Google da ein wenig an einer Schraube gestellt hat? Oder hat Squidoo da was an der “Optik” gedreht? Auf den ersten Blick habe ich noch nichts gefunden. Im Interesse von Squidoo kann das ja nicht sein, schließlich lebt man von den Einnahmen aus AdSense und anderen Affiliate-Programmen.

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Verbreitet sich die Seuche Nofollow immer weiter?

Der Beitrag wurde am 3. Mai 2007 von Oliver veröffentlicht

Sicher ist Nofollow für einige Links sehr sinnvoll, für persönliche Empfehlungen ist der Attribut aber dann doch eher großer Käse. Ich hatte einige gute Links von amerikanischen Social Networks (nein, kein Spam oder irgendwelche Links in Profilen) und was muss ich da heute sehen? 3 Stück haben komplett auf Nofollow umgestellt. Jeder Link hat ein Gummi drüber. Wenn das so weiter geht, dann züchten wir irgendwann nur noch einige große Authoritys (wie Wikipedia) durch kostenlose Links ohne Gummi. Auch so geschehen bei einer Tageszeitung. Dort hatte ich schöne Links aus zwei Artikeln von 1999 auf eine uralte Website von mir. Seit 3 Monaten oder so hat man auch das Nofollow eingeführt. Wo ist die Linklove geblieben? Ich liebe Links ohne Nofollow. Zurück kommt dann nichts mehr. Wenn ich aus Trotz auch nur noch per Nofollow verlinke, dann ist das natürlich auch irgendwie falsch. Wenn das jeder machen würde, dann gibt’s irgendwann keine “normalen” Links mehr und wir haben ein Problem. Wann wird wohl das DMOZ & Co. ebenfalls Nofollow einführen? Hmm, we will see.

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1000 Dollar für einen Link

Der Beitrag wurde am 1. Mai 2007 von Oliver veröffentlicht

Vor einigen Monaten habe ich meine Frau (ich geb’s zu) für einen kleinen Linkbait ausgenutzt. Sie ist Dr. der Psychologie und betreibt im klinischen Bereich Hirnforschung. Auf einer englischsprachigen Website publizierte ich zwei wissenschaftliche Arbeiten von ihr. Zunächst dümpelte die Site so vor sich hin. Ich versuchte einige relevante Links von Psychologie-Website zu bekommen, jedoch ohne großen Erfolg. Selbst an den Unis ist man nur auf den PR geil: “Sorry but your PageRank is only 3!” (kein Scherz!). Skandal. Na ja, einige Kongresse später haben drei US-Unis Links auf die Artikel gesetzt. Seit dem letzten PR-Update hat die Website nun PR7. Prompt kamen die Links von den Leuten, die zuvor aufgrund der niedrigen PRs abgelehnt hatten und eine Anfrage einer Poker Website, die einen Link für $1000 für 3 Monate kaufen wollte. Natürlich habe ich das verlockende Angebot ausgeschlagen. Was ich mich aber schon frage: Setzen Unis etwa auch nur Links wenn der Pagerank der zu verlinkenden Website stimmt? Ist ein PR von 3 oder 4 für eine Uni ein Zeichen, dass die Website vielleicht nicht so etabliert ist und eventuell doch irgendwann auf Spam setzt um den Uni-Link auszunutzen? Abstruse Theorie aber irgendwie kam mir das so vor.

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Gibt es überhaupt noch “natürliche” Links?

Der Beitrag wurde am 19. April 2007 von Oliver veröffentlicht

Wenn man in den Foren Fragen wie: “Wie komme ich am besten an viele Links?” liest, dann findet man darunter auch mit 99 Protzentiger Sicherheit auch die Antwort: “Musst du guten Content schreiben! Guter Content = Links!” Ich finde, dass das vielleicht früher mal so war, heute aber nicht mehr (wenn man die Blogs mal außen vor lässt). Die kommerziellen Serps sind allesamt von SEOs und optimierten Seiten durchsetzt, von denen sicher kaum einer freiwillig und ohne Gegenleistung einen Link auf “guten Content” setzen würde. SEOs sind ja nicht gerade als besonders karitativ bekannt, wenn es um Links von ihren Sites geht. Also habe ich mir die Frage gestellt, ob es überhaupt noch “natürliche” Links ohne Gegenleistung gibt. Ich glaube nicht, lasse mich da aber gerne eines Besseren belehren. Heute ist sich doch nahezu jeder Websitebetreiber über die Faktoren des Rankings und insbesondere der Wirkung von Links bewusst. Zu verschenken hat ja niemand was, jeder ist sich selbst am nächsten. Man kann sich jedoch durchaus über kostenlose Backlinks freuen, wenn man in der glücklichen Position ist eine Authority in einem Bereich zu besitzen. Die kann man natürlich mit großem Aufwand versuchen aufzubauen. Eine Software schreiben, eine Dokumentation, alles sehr viel Aufwand. Da kommt man aber auch nur in den Genuss von kostenlosen Links, weil es Gerüchten zufolge der verlinkenden Website selbst etwas bringt. Aber Links einfach für guten Content? Ne… Dafür habe ich schon zu viele gute Websites mit hervorragendem Content gesehen, die im Index unter ferner liefen dümpeln. Da könnte man dem Webmaster den Vorwurf machen, dass er noch nichts von Linktausch gehört hat… Gratis Links sind tot, es lebe der Linktausch und der Linkverkauf!

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Gekaufte Links sind Evil

Der Beitrag wurde am 17. April 2007 von Oliver veröffentlicht

Prof. Dr. Spam. Cutts persönlich hat in seinem dunklen und geheimen Spam-Labor im Googleplex mal wieder eine ganz neue Idee zur Qualitätssicherung des Monopolisten-Index ausgebrütet. Diesmal soll es nicht dem fiesen Doorway- oder Subdomain-Spam an den Kragen gehen, nein, diesmal sind die Linkkäufer und Verkäufer an der Reihe. Eigens dafür sucht Matt Cutts einige fleißige Denunzianten, die gekaufte / verkaufte Links per Spamreport melden. Erstmal möchte er nur einige “Tests” mit diversen “Tools” machen. Na ja. Links sind grundsätzlich eine gute Sache, gekaufte Links sind jedoch Evil – wenn sie nicht per Nofollow oder anderen Verhüterli “unschädlich” gemacht sind. Es tut mir leid, wenn mir hier nötige die Neutralität fehlt, aber mir persönlich geht solch ein Eingriff ganz einfach ein bisschen zu weit. Wer auf der Suche nach weiteren Meinungen ist: Webmaster Blog, Sistrix, Internetmarketing News, usw.

Google hat ein Problem mit gekauften Links, dass sehe ich ein. Ich sehe allerdings nicht ein, dass ich verkaufte Links extra für Google kennzeichnen oder unschädlich machen muss. Da zieht auch nicht das Argument, dass gekaufte / verkaufte Links ja nur des Geldes wegen verkauft würden und dabei nicht auf die Qualität der gelinkten Seite gesehen wird. Das ist Quatsch. Wer Links an jeden Hinz und Kunz verkauft, der verkauft auch seine Mutter wenn der Preis stimmt. Ich verkaufe Links im Ero-Bereich zu 99 Prozent wegen des Traffics, nicht wegen des zweit- oder drittrangingen Pageranks. Warum muss ich also dabei extra Google einen Gefallen tun und ein Nofollow für diese Links verwenden? Ich linke prinzipiell (auch für Geld!) nur auf Sites, auf die ich auch ohne den Geldeinsatz linken würde. Ich stimme grundsätzlich aber zu, dass mindestens 60 bis 70 Prozent der Links wegen des Rankings gekauft werden. Ich fände es auch vertretbar, wenn Google den gekauften Links auf einer Website die No-Nofollowed sind, weniger oder keinen “Juice” zukommen lässt. Ich fände es aber keineswegs gut, wenn die verkaufende Website dafür generell im Ranking abgestraft würde. weiterlesen …

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Immer mehr große Portale auf der Jagd nach Textlinks

Der Beitrag wurde am 27. März 2007 von Oliver veröffentlicht

Heute hat mich schon zum vierten Mal in einer Woche ein größeres Portal angeschrieben und sich nach der Möglichkeit erkundigt, themenrelevante Textlinks zum Pauschalpreis auf meinen Sites zu kaufen. Kehren die Großen den herkömmlichen Werbekanälen immer mehr den Rücken und setzen verstärkt auf Linkbuilding und Suchtraffic? Sieht für mich so aus, zumal es sich nicht um beauftragte Agenturen gehandelt hat, die mich da kontaktiert haben. Es waren schon Mitarbeiter der Firmen. Klar, können auch Inhouse SEOs sein. Ich bin mit meinen Angeboten jetzt mal ganz hart an die Schmerzgrenze gegangen, mal sehen, ob da eine Buchung bei rumkommt. Wer weiß, vielleicht ist man auch nur auf der Suche nach preiswerten 2 Euro Links oder so und denkt, dass man bei dem Namen auch direkt gratis einen Link setzt. Wo ich schon mal dabei bin: Linklift! Da habe ich jetzt testweise 5 Blogs in der Vermarktung. Alles ganz verschiedene Themen. In den ersten Monaten kam da gar nichts bei rum, jedoch im letzten Monat wurde fast alles ausgebucht. Bestätigt den Trend ein bisschen – für mich.

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